Aachen - Stellvertretender Museumschef in Ruhestand verabschiedet

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Stellvertretender Museumschef in Ruhestand verabschiedet

Von: gei
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Ein Ständchen zum Abschied: Der stellvertretende Museumsleiter Adam C. Oellers (3.v.l.) geht in den Ruhestand. Für seine Arbeit in den zurückliegenden 35 Jahren gab es viel Lob von Marcel Philipp, Hans Josef Thouet, Olaf Müller und Peter van den Brink (v.r.). Foto: Heike Lachmann

Aachen. Mit einem kleinen Festakt im Suermondt-Ludwig-Museum hat Aachens Kunst- und Museumsszene am Freitag den langjährigen stellvertretenden Museumschef Adam C. Oellers in den Ruhestand verabschiedet.

Nach 35 Jahren in städtischen Diensten reißt der Abgang des „guten Hirten der Aachener Künstler“, wie ihn die Kulturausschussvorsitzende Margrethe Schmeer nennt, eine Lücke, die nicht so einfach zu schließen sein wird.

Er sei „in erster Linie ein unglaublich feiner Mensch“, sagt Museumschef Peter van den Brink über seinen scheidenden Stellvertreter und lobt zugleich dessen große Fachkompetenz. Oellers, der 1949 in Linz am Rhein als Sohn eines Künstlerehepaares geboren wurde, hat sich bereits früh auf die Avantgarde des 20. Jahrhunderts spezialisiert. 1979 kam er nach Aachen, als Kustos der Museen und als Leiter des stadtgeschichtlichen Museums der Burg Frankenberg.

Letztere wird derzeit für andere Verwendungszwecke umgebaut, doch ohne Oellers Vorarbeit wäre das neue und moderne Nachfolgeprojekt Centre Charlemagne kaum denkbar, ist Oberbürgermeister Marcel Philipp überzeugt. Er dankte Oellers für seine Arbeit, die er 35 Jahre lang „wie ein Fels in der Brandung“ erbracht hat und dabei „viele Museumsleiter kommen und gehen“ sehen konnte. Oellers habe „nicht nur einen Job erledigt“, sondern sei „mit jeder Faser“ für die Museen und Ausstellungen engagiert gewesen.

Dass der promovierte Kunsthistoriker Oellers auch ein begnadeter Autor war, der eine beeindruckende Zahl von Aufsätzen und Büchern verfasst hat, hoben alle Festredner hervor. Kulturbetriebsleiter Olaf Müller bezeichnete Oellers als „wandelnden Brockhaus der Kunstgeschichte“ und zeigte sich überzeugt, auch in Zukunft noch viel von ihm lesen zu können. Oellers nahm soviel Lob im Kreis vieler alter Kollegen durchaus gerührt entgegen. Wer seine Nachfolge antritt, ist noch nicht entschieden.

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