Aachen - Stawag will den Anteil von Ökostrom weiter ausbauen

Stawag will den Anteil von Ökostrom weiter ausbauen

Von: gei
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Im Herbst fürchteten regionale Energieversorger wie die Stawag noch Wettbewerbsnachteile durch die geplante Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, kaum ein halbes Jahr später können sie die „anstehende Neubewertung der Kernenergie” begrüßen.

Möglich machen es die Ereignisse in Japan und die energiepolitische Kehrtwende der schwarz-gelben Bundesregierung.

Die Stadtwerke stünden als Partner einer neuen Energiepolitik bereit, teilte der Stawag-Vorstand in einer Pressemitteilung am Mittwoch mit. Jetzt bestehe die Chance „eine stärker dezentrale Ausrichtung der Energiewirtschaft durch erneuerbare Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Energieeffizienzmaßnahmen weiter voranzutreiben”. Laut Vorstand Christian Becker sei die Stawag seit vielen Jahren Vorreiter bei der Nutzung erneuerbarer Energien.

Vorstandskollege Peter Asmuth verweist darauf, dass die Stawag alleine in den letzten zwei Jahren Solarstromanlagen mit einer Leistung von 13 Megawatt gebaut habe. Zwei Biogasanlagen liefern „grünen Strom” für rund 10.000 Aachener Haushalte. Weitere 10.000 Haushalte sollen ab 2012/13 mit grünem Strom aus einem Offshore-Windpark in der Nordsee beliefert werden, an dem die Stawag ebenfalls beteiligt ist.

Noch vor wenigen Monaten hatten viele Stadtwerke Angst, dass sich ihre Milliarden-Investitionen in den Bau eigener Kraftwerke und den Ausbau von Ökostrom wegen der Verlängerung der Laufzeiten für alte Kernkraftwerke nicht mehr rechnen würden. Dass sich die energiewirtschaftliche Debatte so schnell wieder ändern könnte, hatte wohl niemand erwartet. Schon plant die Stawag, den Anteil an Ökostrom weiter auszubauen. „Die aktuellen Ereignisse bestärken uns darin”, so Christian Becker.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert