Stawag wappnet sich mit 2500 Mundschutzmasken

Von: Heiner Hautermans
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Die „Neue Grippe” greift auch im Raum Aachen um sich. Sie tritt bislang in leichterer Ausprägung auf und kann mit bekannten Medikamenten gut behandelt werden. Im Herbst soll ein Impfstoff verfügbar sein.

Aachen. 21 Fälle der sogenannten Schweinegrippe wurden bislang in Aachen registriert. Alle Fälle - vom sechsjährigen Mädchen bis zur 74-jährigen Seniorin - sind laut Presseamt unkompliziert verlaufen, alle Erkrankten wurden zu Hause behandelt.

Seit Anfang der Woche müssten nicht mehr alle Fälle durch Laboruntersuchungen bestätigt werden, wenn etwa typische Krankheitssymptome wie Fieber, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Husten auftreten oder ein direkter Kontakt zu einem bestätigten Fall bestand. Sprecher Hans Poth bleibt bei seiner Einschätzung: „Es besteht kein Grund zur Panik.”

Noch sind die Zahlen also überschaubar, doch mit dem Ferienende und der Vielzahl dann aus belasteten Gebieten zurückkehrenden Urlaubern erwarten Fachleute eine drastische Zunahme der Fallzahlen.

Die Bevölkerung wird inzwischen von allen Seiten gewarnt, und zum Allgemeingut gehört inzwischen, dass das penible Einhalten von Hygienevorschriften die Gefahr der Ansteckung verringert. Im Krankheitsfall, rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, solle man zu Hause bleiben und telefonisch einen Termin mit dem Hausarzt ausmachen, enger Kontakt zu anderen Menschen vermieden werden.

Doch wie wird gewährleistet, dass das öffentliche Leben nach den Sommerferien weitergeht, Recht und Ordnung aufrechterhalten bleibt? Mit Planspielen in dieser Richtung befassen sich in diesen Wochen alle wichtigen Behörden, Institutionen, Organisationen oder Großunternehmen.

In den Landesbehörden geht man etwa davon aus, dass zehn bis 15 Prozent der Beschäftigten als Schlüsselpersonal einzustufen ist, das benötigt wird, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, der Rest könne auch zu Hause arbeiten, sagt Kathrin Rebbe, Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Düsseldorf: „Noch mehr als bisher spielen Hygieneregeln eine Rolle.”

Die Ansteckung des eigenen Personals soll auf alle Fälle vermieden werden, so die Vorgaben in internen Mitteilungen. Etwa bei der Aseag oder der Stawag, wo man sich seit Monaten auf eine Pandemie vorbereitet.

Laut Sprecherin Corinna Bürgerhausen wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt, um die Versorgung mit Energie und Wasser, aber auch den öffentlichen Personennahverkehr aufrechtzuerhalten. Außerdem hat man 2500 Staubschutzmasken auf Lager, die Busfahrer erhalten Desinfektionstücher, da sie sich nicht immer die Hände waschen könnten.
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