Stawag testet ein erdgasbetriebenes Brennstoffzellen-Mikrokraftwerk

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
6570762.jpg
Martin und Jessica Pieren mit Nachwuchs testen das Mikrokraftwerk, das Jürgen Hohnen, Ralf Heinrichsmeyer, Detlev Mirsch und Marcus Baumermann derzeit in einem Pilotprojekt (v.l.) betreiben. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Als einen wichtigen Beitrag zur Energiewende verstehen die beteiligten Akteure ein Pilotprojekt in der Goertzbrunnstraße in Brand. Im Keller der Familie Pieren läuft seit kurzem ein erdgasbetriebenes Brennstoffzellen-Mikrokraftwerk.

Und auch wenn Martin Pieren noch nicht ganz sicher ist, ob er auch über die Testsphase hinaus auf die neue Technologie zurückgreifen wird, stehen die Chancen dafür nicht schlecht. Das kleine Mikrokraftwerk in seinem Keller verwandelt in erster Linie Erdgas in Strom, wobei gleichsam als Nebenprodukt auch Wärme entsteht. Die wird vor allem für die Warmwasseraufbereitung verwendet.

Die „BlueGen-Anlage“ ist dabei nur etwas größer als eine Waschmaschine und hat einen elektrischen Wirkungsgrad von über 50 Prozent. Bei optimaler Auslastung kann sie bis zu 13.000 Kilowattstunden Strom und nebenbei etwa 5000 Kilowattstunden Wärme erzeugen. Geeignet ist ein solches Gerät vor allem für Mehrfamilienhäuser und kleinere bis mittlere Gewerbebetriebe. Bei Martin Pieren läuft die Anlage nun zwei Jahre lang auf Probe.

„Mit dem Pilotprojekt bei Familie Pieren können wir die Brennstoffzellenanlage unter realen Bedingungen erproben, bevor wir ein Endkundenprodukt einführen“, sagt Ralf Hinrichsmeyer, Projektverantwortlicher der Stawag. Neben der Stawag sind die Wingas GmbH aus Kassel, der Anlagenhersteller Cermacic Fuel Cells (CFC) aus Heinsberg und die Installationsfirma Jürgen Hohnen an dem Projekt beteiligt. Laut Geschäftsführer Jürgen Hohnen wird die Firma bis Ende des Jahres 30 weitere Geräte eingebaut haben.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert