Stawag senkt im Oktober erneut die Gaspreise

Von: Werner Breuer
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Gaszähler / Aufmacher

Aachen. Draußen ist es sommerlich warm, im Konferenzraum der Stawag läuft die Klimaanlage und Andreas Maul redet über Heizkosten. Die dürften im kommenden Winter etwas niedriger ausfallen.

„Wir können unseren Gaskunden nochmal eine kräftige Preissenkung weitergeben”, sagt der Stawag-Vertriebsleiter.

Um bis zu 14 Prozent wird Erdgas ab 1. Oktober billiger. Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Einfamilienhaus spare damit an die 170 Euro pro Jahr, rechnet das Versorgungsunternehmen vor.

Bei Singles in kleinen Wohnungen mit Gastherme und einem Verbrauch von 7000 Kilowattstunden liege die Ersparnis bei gut 60 Euro.

Die Stawag senkt damit bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ihre Gaspreise. Im April waren sie schon einmal um bis 22 Prozent gefallen. Mit dem neuerlichen Abschlag bewege man sich nun auf dem Niveau des Jahres 2005, sagt Maul.

Damals habe die „Rallye” auf dem Markt begonnen und die Kosten für die Verbraucher immer weiter in die Höhe getrieben. Mit der Wirtschaftskrise fiel der Ölpreis wieder und auch das Gas wurde - mit einiger zeitlicher Verzögerung - wieder billiger.

Auch die nun zum Herbst anstehende Preissenkungen verdanken die Gaskunden der Entwicklung auf dem Ölmarkt. Daneben aber profitieren sie von einer „optimierten Gasbeschaffung” des Aachener Versorgungsunternehmens.

„Früher gab es die langfristigen Lieferverträge”, berichtet Andreas Maul, „heute gibt es noch andere Möglichkeiten.” Auf diesem „flexibler” gewordenen Markt hat die Stawag gut eingekauft. Mit den entsprechend umgestalteten Tarifen gehöre man „zu den günstigsten Anbietern in der Region”, betont der Vertriebsleiter.

Wer will, kann aber der Stawag gerne etwas mehr bezahlen - und bekommt im Gegenzug eine Art Stabilitätspaket. „Die Kunden können die Gaspreise auf dem jetzigen Niveau für zwei Jahre fixieren”, erklärt Andreas Maul das neue „Festpreis-Produkt”.

Sie müssten dafür zu den ab Oktober geltenden niedrigeren Tarifen eine Zusatzvereinbarung abschließen. Berechnet wird dann ein Aufschlag von 0,42 Cent pro Kilowattstunde. Beim 20000 Kilowattstunden-Musterhaushalt fielen damit knapp sieben Euro Mehrkosten im Monat an.

Die Hälfte futsch

Von der Preissenkung wäre damit zwar die Hälfte futsch, erklärt der Vertriebsleiter, aber die Kunden seien dafür vor Schwankungen auf dem Öl- und Gasmarkt eine Weile sicher. ( Zwei Fragen an) Das Angebot ist zeitlich befristet bis Ende September und das Kontingent ist begrenzt.

Der verehrten Kundschaft wird die Stawag in der nächsten Zeit ein entsprechendes Angebot zuschicken, auch die ab 1. Oktober gültigen Preise werden noch schriftlich mitgeteilt. Bei den monatlichen Abschlagszahlungen werden die sich nicht bemerkbar machen, die Stawag wird sie in der Jahresrechnung berücksichtigen.
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