Aachen - Stawag geht gegen dubiose Werbung vor

Stawag geht gegen dubiose Werbung vor

Von: wb
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Aachen. Gegen unlautere Werbemethoden hat sich die Stawag jetzt erfolgreich vor Gericht gewehrt. Das Aachener Versorgungsunternehmen erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen einen Konkurrenten, der Stawag-Kunden unaufgefordert angerufen und behauptet hatte, mit der Stawag zusammenzuarbeiten.

Es sei nicht das erste Mal, dass Konkurrenten den Ruf der Stawag nutzten, um Verträge an der Haustür oder am Telefon abzuschließen, berichtet Stawag-Sprecherin Eva Wußing. „Uns erreichen immer wieder Anfragen von Kunden, die wissen wollen, ob wir es wirklich sind.“ Auch im jüngsten Fall hatten sich Kunden über Mitarbeiter oder Beauftragte eines Mitbewerbers beschwert. Diese hatten unaufgefordert bei ihnen angerufen und behauptet, ihr Unternehmen arbeite mit der Stawag zusammen und wolle einen günstigeren Stromtarif anbieten. In einem konkreten Fall wurden sogar die Bankdaten einer Kundin unter dem Vorwand abgefragt, diese müssten mit den bei der Stawag vorhandenen Daten abgeglichen werden.

Dagegen zog die Stawag vor Gericht. Mit Erfolg: Dem Mitbewerber wurde untersagt, ohne ausdrückliche Zustimmung der Kunden Werbeanrufe zu tätigen oder zu behaupten, man arbeite mit der Stawag zusammen. Auch die Abfrage von Bankdaten zum angeblichen Abgleich verbot das Gericht. Sollte der Stawag-Konkurrent erneut damit auffallen, droht ihm ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.

„Wir scheuen nicht den Vergleich mit anderen“, betont Dietmar Siebigteroth, Leiter Privatkundenvertrieb bei der Stawag, „da wir sowohl den Strom- als auch den Gaspreis in der Vergangenheit stabil gehalten haben.“ Allerdings warnt das Unternehmen vor Vertragsabschlüssen am Telefon oder an der Haustür. Aggressive Werbemethoden setzten oft auf die Naivität der Verbraucher, meint Eva Wußing.

Um gar keine Missverständnisse an der Haustür aufkommen zu lassen, weist die Stawag zudem darauf hin, dass ihre Mitarbeiter immer einen Lichtbildausweis in der Tasche haben, wenn sie etwa einen Zähler ablesen oder austauschen müssten. Dafür müssten sie übrigens nicht unbedingt in die Wohnung des Kunden, sondern eben zum Zähler – gegebenenfalls also eher in den Keller oder andere Räume des Hauses. Und nicht zuletzt könnten echte Stawag-Mitarbeiter einem Kunden zum Beispiel die Nummer seines Zählers schon an der Tür nennen. Im Zweifel können Verbraucher bei der Stawag unter Telefon 0241/1811222 nachfragen.

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