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Statt in den Karneval in den Knast

Von: hau
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Aachen. Den Praxis- und Intelligenztest hat er nicht bestanden: Statt seiner neuen Flamme den prallen Öcher Fastelovvend zu zeigen, landete ein 33-Jähriger hinter Gittern, die er so schnell auch nicht wieder hinter sich lassen dürfte.

Die Vorgeschichte: Der Mann hatte im August 2007 einen bewaffneten Raubüberfall auf ein Lottogeschäft an der Trierer Straße begangen. Er hatte maskiert und mit vorgehaltener Schusswaffe die Herausgabe von Bargeld erzwungen und war danach geflüchtet. In der Annahmestelle wurde jedoch DNA von ihm gesichert, die auf ihn als Täter hindeutete. Daraufhin wurde ein internationaler Haftbefehl gegen ihn erlassen, weltweit waren die Fahnder auf der Suche nach dem Aachener.

Die Beute muss immerhin so groß gewesen sein, dass er sich absetzen konnte. Die Ermittlungen ergaben nämlich, dass er die Ferieninsel Mallorca als neues Domizil ausgesucht hatte, wo er sich in eine in Spanien lebende Deutsche verliebte. Und der wollte er nun zeigen, wie man im Rheinland Karneval feiert.

So war das Pärchen - unbemerkt von den Behörden - kurz vor den tollen Tagen eingereist und nach Aachen gekommen. Hier stellte sich aber wieder das gleiche Problem ein: Das Geld reichte nicht zum Feiern.

Also begab sich der 33-Jährige in einen Elektromarkt, um dort leicht zu versilbernde Gegenstände zu klauen. Erwischt wurde er jedoch, als er einen MP3-Player unbezahlt mitgehen lassen wollte. Überprüfungen ergaben dann, dass es sich um einen Fahndungsvolltreffer handelte.

Polizeisprecher Paul Kemen: „So kam es, dass für den 33-Jährigen bereits am Rosenmontag und nicht erst am Aschermittwoch alles vorbei war.” Der Mann atmet nun gesiebte Luft, und dieser Zustand wird sich so schnell nicht ändern. Immerhin steht auf schweren Raub eine Mindeststrafe von einem Jahr. Was aus der Gefährtin des Mannes wurde, ist der Polizei nicht bekannt.
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