„Starring“ setzt aufs sportliche Miteinander

Von: Torsten Vierbuchen
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Beim regelmäßigen Training auf dem Kunstrasenplatz an der Vaalser Straße kommen sich Aachener und Flüchtlinge näher. Die Initiative „Starring“ sucht dafür vor allem noch Sportschuhe und Sporthosen. Foto: Harald Krömer

Aachen. 30 bis 50 junge Menschen treffen sich einmal in der Woche zum Fußballspielen. Einige haben seit langem ihre Heimat in Aachen, die anderen können sich endlich wieder etwas heimischer fühlen – auf dem Platz und in der Stadt. Das Projekt „Starring“ bringt Geflüchtete und Aachener einander näher.

Gemeinsam mit dem städtischen Fachbereich Sport, dem Bildungs- und Integrationsverein „hêvî“ sowie der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen organisieren Studenten das Projekt.

„Dieses Sportangebot ist ganz bewusst keines nur für Geflüchtete, sondern eins mit Geflüchteten. Gebürtige Aachener, Studenten und überwiegend noch nicht zugeteilte Geflüchtete betreiben gemeinsam Integration“, betont Karlheinz Welters vom Fachbereich Sport. Man wolle die Menschen mit offenen Armen empfangen und ihnen auf Augenhöhe begegnen, ergänzt Felix Mohrschladt von „STudents And Refugees foR Integration in Germany“ – kurz „Starring“.

Freitag ist Fußballtag

Bereits zwei Sportangebote habe es gegeben, sagt Mohrschladt, gestartet wurde das Projekt im vergangenen Sommer. Montags findet zwischen 16 und 17 Uhr das Ausdauer- und Krafttraining in der Turnhalle an der Minoritenstraße statt. Freitags treffen sich Interessierte zwischen 14 und 16 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Vaalser Straße zum gemeinsamen Fußballspiel.

„Die interessierten Geflüchteten werden in der Unterkunft abgeholt und wir fahren dann gemeinsam mit dem Bus zum Kunstrasenplatz. Es ist nicht ganz einfach, die Bustickets zu organisieren. Wer uns dabei unterstützen möchte, kann sich gerne an die Bürgerstiftung Lebensraum wenden“, sagt Merten Wothge von „Starring“. Das Angebot richte sich nicht nur an Studenten, sondern generell an alle jungen Frauen und Männer, die sich für den Sport begeistern. „Auch für die Organisation suchen wir noch weitere Mitstreiter, die sich gerne bei Starring melden können“, ergänzt Mohrschladt.

„Wir unterstützen das Projekt mit Spenden, verwalten seine Finanzen und werben für weitere Spenden“, sagt Hans-Joachim Geupel, Vorsitzender der Bürgerstiftung Lebensraum. Unter anderem sorgt die Stiftung auch für die Haftpflicht- und Unfallversicherung der Aktiven. „Nur so sind solche Aktivitäten möglich“, unterstreicht Geupel.

Der Fachbereich Sport stellt unterdessen die Sportstätten zur Verfügung. Es sei der Stadt wichtig, so Karlheinz Welters, dass die Trainer der Sportangebote lizenzierte Übungsleiter sind, damit die Teilnehmer etwas mitnehmen können. Für die Partnerschaft mit den Beteiligten von „Starring“ findet Welters lobende Wort: „Das Projekt wurde sehr schnell auf die Beine gestellt, die Vernetzung und die Bereitschaft zur Kommunikation ist sehr gut.“

Mit dem Bildungs- und Integrationsverein „hêvî“ hat „Starring“ einen weiteren Partner gefunden, der sich um Sportbekleidungsspenden bemüht. Johannes Artz: „Wir benötigen noch Schuhe für den Hallensport und zum Fußballspielen sowie Sporthosen.“ Die Spenden können zwischen 10 und 14 Uhr beim AStA, Pontwall 3, abgegeben werden

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