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„Starke Kids“ werden für ihr Engagement belohnt

Von: Caroline Niehus
Letzte Aktualisierung:
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Ein Förderpreis für starke Kids: Darüber freuen sich Nadine Schümann, Heike Steffen, Barbara Spruda, Jürgen Engels, Katharina Althoff, Lara und Uschi Brammertz (von links). Foto: Harald Krömer

Aachen. In Zeiten von Computer, Smartphones und Fernsehen ist es oft nicht leicht, Kinder für Bewegung zu begeistern. Sie sitzen lieber zu Hause und chatten mit ihren Freunden oder spielen Videospiele. Doch genau diese Motivation zur Bewegung hat die AOK sich zur Aufgabe gemacht.

Der Förderpreis 2013 der Krankenkasse ehrt die drei besten Projekte in der Städteregion Aachen. Mit einer freien Bewerbung haben sieben Anwärter versucht, eine unabhängige Jury zu überzeugen. Die drei ersten Plätze wurden nun in der Grundschule Barbara-straße geehrt und ausgezeichnet. Außerdem winkt ihnen ein Preisgeld zur Förderung ihrer Projekte.

Passend zur Initiative fand die Preisverleihung in der Turnhalle statt. Bei einem Fußballspiel präsentierten die Mädchen ihr Können, das sie innerhalb des Projektes „Mädchen mittendrin“ gelernt hatten. Dieses Projekt belegte den dritten Platz, worüber sich Uschi Brammertz vom Aachener Förderverein Integration durch Sport sichtlich freute. Das Preisgeld von 1000 Euro ist ein Zuschuss, um das Projekt weiterlaufen zu lassen.

Genutzt werden solle das Geld vor allem als Basis für die Wiederholung des Fußballcamps, das in diesem Jahr ein großer Erfolg war. 55 Kinder von vier Grundschulenhatten dabei großen Spaß. Die sportliche Leitung übernahm dabei Katharina Althoff, die auch für die Landeskoordination verantwortlich ist. Auch Lara Brammertz, pädagogische Leiterin, war begeistert von der Umsetzung. Sie hätte niemals gedacht, dass „das auf so großen Säulen steht“.

Den zweiten Platz belegte die AWO-Kinderstätte „Zauberwald“, die ein Projekt zum Thema Ernährung gestartet hat. Unter dem Motto „Ob Gurke, Traube oder Paprika – Obst und Gemüse sind für alle da!“ haben die Mitarbeiter versucht, Eltern und Kindern die gesunde Ernährung näherzubringen. Das war jedoch nicht einfach, es brauchte eine gewisse Vorlaufzeit, um Mitarbeiter zu schulen und die Kinder vorzubereiten.

Als es dann erst richtig losging, wurden auch die Eltern in die Pflicht genommen: Für sie gab es ein Coaching zum Thema Ernährung. Zudem wurde ihnen in der Schule gezeigt wurde, wie sie gesund für ihre Kinder kochen und ihnen auch ein ausgewogenes Pausenbrot zubereiten können. Am Ende haben alle zusammen eingekauft, um „Mogelpackungen“ zu entdecken und herauszufinden, was für ihre Kinder am besten ist. Dieses fortlaufende Projekt ist wird nun mit einem Preisgeldes von 2000 Euro gefördert.

Sieger wurde dieses Jahr die Kindertagesstätte Stettiner Straße mit einem Projekt unter dem Motto „Kinder in Bewegung“. „Auch Spiele von früher sollen in Erinnerung gebracht werden, wie zum Beispiel das simple Seilchenspringen“, erklärt Heike Steffen von der Kita. Dabei zählt nicht nur die Zeit während des Besuchs des Kindergartens, sondern auch die Freizeit. „Wir wollen, dass die Kinder den Drang haben, nach draußen zu gehen“, sagt sie.

Der erste Platz ist für die Mitarbeiter der Kita eine große Ehre, die Freude sei groß gewesen, als der Anruf mit der guten Nachricht kam. Mit dem Preisgeld von 3000 Euro solle der „Bewegungsraum mehr und besser ausgebaut werden“. Wichtig war für Heike Steffen auch, „dass die Krankenkassen sehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“.

Diesen richtigen Weg spricht auch Jürgen Engels an. Er weiß, dass „Bewegung, Ernährung und Entspannung in vielen Fällen zu kurz kommen“. Besonders an Stellen, wo Familie und soziales Netzwerk versagen, müsse eingegriffen werden. Auch Jürgen Meyer von der AOK Aachen unterstützt seinen Kollegen dabei und schwärmt von den tollen Projekten, die sich beworben haben. Nicht nur die Preisträger hätten gute Projekte vorgestellt, alle sollten so weiterarbeiten. Der Förderpreis soll dazu anregen, „noch mehr Projekte dieser Art zu starten“.

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