„Starke Großeltern - Starke Kinder”: Tipps für die Dreigenerationenfamilie

Von: Martina Stöhr
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Aachen. Das Interesse an den neuen Erziehungskursen „Starke Großeltern - Starke Kinder” ist groß. Das erklärt Dr. Katrin Hater vom Aachener Büro für sozialwissenschaftliche Projekte (BsP). 17 Teilnehmer konnten in der vergangenen Woche mit dem Kursprogramm starten.

Ihre Motivation sei ganz unterschiedlich und eng mit der individuellen Lebenssituation verknüpft. „Es finden sich Großmütter, die ihr erstes Enkelkind bekommen haben und alles richtig machen wollen, andere haben ein akutes Anliegen oder sind einfach nur neugierig”, erzählt Dr. Hater.

Zur ersten Infoveranstaltung kamen viele Paare, letztlich sind es aber die Großmütter, die sich angemeldet haben. Nach einer Pilotphase sollen die ersten Ergebnisse ausgewertet werden. Die nächsten Kurse werden dann im Herbst angeboten. Wer Interesse hat, kann sich aber schon jetzt beim Aachener Kinderschutzbund unter Telefon 0241/949940 melden.

Dass sich auch Großeltern über Unterstützung in Sachen Erziehungsfragen freuen, davon war das Aachener Bündnis für Familie schon vor geraumer Zeit überzeugt und regte an, in Anlehnung an die Elternkompetenzkurse „Starke Eltern - Starke Kinder” ein Angebot auch für Großeltern zu schaffen.

Und das ergibt durchaus Sinn, ist Dr. Katrin Hater vom Aachener Büro für sozialwissenschaftliche Projekte überzeugt, die das neue Konzept gemeinsam mit dem Kinderschutzbund in Aachen aus der Taufe hob. Der Kurs „Starke Großeltern - Starke Kinder” soll den Omas und Opas dabei helfen, ein neues Selbstverständnis zu entwickeln und ihren Platz in der Dreigenerationenfamilie zu finden.

Konflikte mit den Eltern

Die Großeltern hätten meist weniger Probleme mit ihren Enkeln als vielmehr mit deren Eltern, meint Dr. Katrin Hater. In der Dreigenerationenfamilie tauchten ganz spezifische Konflikte auf, bei deren Klärung der Kurs sehr hilfreich sein könne. So sei beispielsweise der Umgang mit Werten generationsabhängig und könne zu Auseinandersetzungen führen.

Wichtig für die Großeltern sei zu akzeptieren, dass die Erziehungsverantwortung in letzter Instanz bei den Eltern liege. Der neue Kurs will den Großeltern dabei helfen, den richtigen Platz in der „Großfamilie” zu finden und den verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden, ohne sich dabei selbst zu vergessen. Die Kursleiterinnen sind vom Kinderschutzbund ausgebildet und begleiten die Großeltern durch sechs Kurstermine, die jeweils einen eigenen Schwerpunkt haben.
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