Aachen - „Stärkung des Kongresswesens“: Gute Chancen fürs Varieté

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„Stärkung des Kongresswesens“: Gute Chancen fürs Varieté

Von: Gerald Eimer
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Zieht hier der Varietébetreiber GOP ein? Viele Politiker erhoffen sich davon eine Anziehungskraft, die dem Tourismusgeschäft insgesamt zu Gute kommt. Foto: Harald Krömer

Aachen. Erstmals hat nun auch die Politik deutlich gemacht, dass sie sich einen neuen Nutzer im Kurhaus an der Monheimsallee gut vorstellen könnte. Der Varietébetreiber GOP wird von vielen als eine Art Hoffnungsträger gesehen, um dem unter Besucherschwund leidenden Spielcasino neuen Schwung zu verleihen.

GOP wird daher ausdrücklich als künftiger Partner für ein neues Nutzungskonzept des Glücksspieltempels ins Gespräch gebracht.

Einstimmig haben die Ratsmitglieder am Mittwoch die Verwaltung beauftragt, ein solches Konzept zu erarbeiten. Zugleich soll dabei jedoch auch die „Stärkung des Kongresswesens“ im Auge behalten werden. Denn neben GOP hat auch das benachbarte Euro­gress ein Auge auf die prestigeträchtige, aber arg sanierungsbedürftige Immobilie „Neues Kurhaus“ am Kurpark geworfen.

Auf knapp 20 Millionen Euro werden, wie bereits berichtet, die Kosten für die Wiederherrichtung des Baus geschätzt, über dessen „Revitalisierung“ seit längerem nachgedacht wird.

Bekanntlich beansprucht das Westspiel-Casino künftig nur noch ein Drittel der jetzigen Fläche: Für klassisches Spiel, Poker und Automatenspiel sind demnach die Räumlichkeiten im linken Gebäudeflügel ausreichend. Ungeklärt ist nach wie vor, wie dann die restlichen Flächen inklusive Lenné-Pavillon genutzt werden sollen. Mit ihrem Beschluss haben die Ratsmitglieder nun den Druck erhöht und deutlich gemacht, wohin die Reise idealerweise gehen sollte.

Zugkräftige Shows

GOP-Varieté feiert derzeit an sechs Standorten in Deutschland mit zugkräftigen Shows Erfolge – Aachen sollte möglichst bald hinzukommen. Diese Variante bevorzugt allem Anschein nach auch Oberbürgermeister Marcel Philipp, der zuletzt jedoch mehrfach deutlich machte, dass er sowohl von Westspiel als auch von GOP ein entsprechendes finanzielles Engagement in Aachen erwartet.

GOP würde damit den Platz erhalten, nach dem auch das Euro­gress giert. Um im boomenden Kongressgeschäft mithalten zu können, müssten dringend neue Kapazitäten geschaffen werden, macht nicht zuletzt Eurogress-Chefin Kristina Wulf deutlich. Doch im Neuen Kurhaus sehen Politik und Verwaltung für eine Ausweitung kaum Chancen: Die dafür nötigen Anbauten würden zu weitgehende Eingriffe in den Park und seinen Baumbestand erforderlich machen.

Zerschlagen haben sich auch die Hoffnungen, das benachbarte Knappschaftsgebäude zu erwerben und umzubauen, so dass nun weitere Varianten diskutiert werden: Denkbar sei etwa ein Neubau auf der Eurogress-Tiefgarage, auf der einst das „Haus für Musik“ entstehen sollte, oder am geplanten RWTH Campus West.

Um das Potenzial in Aachen ausschöpfen zu können, sei laut Eurogress ein zusätzlicher Saal für mindestens 1000 Teilnehmer samt der entsprechenden Konferenzräume nötig.

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