Stadtmeisterschaft: Diesmal ist ein Team von Alemannia dabei

Von: mas, as, akai
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Freuen sich auf die diesjährige Fußball-Stadtmeisterschaft: Franz Drießen (l.), Raphael Kraut (r.), beide vom gastgebenden FV Vaalserquartier, und Rolf-Dieter Zimmer vom Sponsor, der Sparkasse Aachen. Alle Foto: Andreas Steindl
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Losten packende Nachbarschaftsduelle für das Turnier im August aus: Anna (8, l.) und Lena (10).

Aachen. Der FV Vaalserquartier blickt auf eine katastrophale Saison zurück. Seine drei Seniorenmannschaften sind alle in diesem Jahr abgestiegen. Dem Gastgeber der diesjährigen Stadtmeisterschaft ist das Glück in der gerade abgelaufenen Spielzeit nicht unbedingt hinterhergerannt.

Um so bemerkenswerter ist das Engagement der verantwortlichen Organisatoren. Da ist zum Beispiel Franz Drießen. Seine Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt. Genau vor zwölf Jahren, als der FV Vaalserquartier bereits schon einmal als Ausrichter der Aachener Fußballstadtmeisterschaft an den Start ging, hatte der Geschäftsführer des an der niederländischen Grenze ansässigen Fußballvereins versucht, mit dem TSV Alemannia Aachen den bekanntesten und größten Klub der Region zur Teilnahme zu bewegen. Vergeblich. Am Tivoli ging damals ein Beschwerdebrief ein.

Mittlerweile ist der damalige Zweitligist in der vierten Liga, der Regionalliga, angekommen, seine U23 kickt in der fünften Liga, der Mittelrheinliga. Und siehe da: Bei der 28. Fußballstadtmeisterschaft um den Sparkassen Cup, der von unserer Zeitung präsentiert wird, ist die Alemannia eine von 29. Mannschaften, die vom 9. bis 18. August um den Turniersieg kämpft. „Ich war damals und bin erst Recht heute der Meinung, dass es die Pflicht des größten Fußballvereins in Aachen ist, bei der Stadtmeisterschaft teilzunehmen. Und wenn die Alemannia eben nur mit der U23 antritt. Ich bin froh, dass wir sie in diesem Jahr begrüßen dürfen“, freut sich Drießen.

Freuen dürfen sich auch die Besucher der diesjährigen Stadtmeisterschaft. Denn auch wenn mit Alemannia Aachen, der Hertha aus Walheim, dem SV Eilendorf oder Rhenania Richterich die klassenhöheren Mannschaften als gesetzte Teams erst ab dem 12. August in der Zwischenrunde ins Rennen gehen, dürfte das Turnier bereits in der Gruppenphase für den einen oder anderen Höhepunkt sorgen.

Den Grundstein dafür haben die beiden Glücksfeen Anna und Lena gelegt. Sie sorgten bei der offiziellen Auslosung dafür, dass in den sieben Vorrundengruppen gleich mehrere Nachbarschaftsduelle stattfinden werden. Da trifft der Gastgeber in der Gruppe A auf den VfB 08 Aachen, Verlautenheide und Nirm geben sich in der Gruppe C die Ehre und in der Gruppe G kommt es zum Derby zwischen Borussia Brand und Germania Freund.

Der Spielmodus ist schnell erklärt: Jeweils der Sieger der sieben Vorrundengruppen gesellt sich zu den Topteams in die Zwischenrunde. Auch der beste Gruppenzweite sichert sich dafür ein Ticket. In den vier Zwischengruppen ziehen dann wiederum die vier Gruppensieger ins Halbfinale. Während in den Gruppenphasen die Spielzeit auf einmal 30 Minuten begrenzt ist, gehen die beiden Halbfinal-Partien über zweimal 40 Minuten. Erst im Endspiel, das am 18. August um 15 Uhr stattfindet, wird über die vollen 90 Minuten gespielt.

„Wir haben eine der modernsten Anlagen in Aachen“, meint der zweite Vorsitzende des Vereins, Raphael Krauth. Er und Geschäftsführer Drießen freuen sich, den gerade erst eingeweihten neuen Kunstrasenplatz einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen zu können. Sie rechnen mit einem regen Zuschauerinteresse und sind auch darauf vorbereitet. Der benachbarte Schulhof könnte als Parkplatz dienen, meint der Verein. Ansonsten verweist er auch auf den öffentlichen Nahverkehr. Die Busverbindungen nach Vaalserquartier seien schließlich sehr gut.

Dabei steht beim FV Vaalserquartier nicht nur der Sport mit dem runden Leder in diesem Jahr auf dem Programm. Neben einem Kleinfeld-Turnier am Samstag, 17. August, wird es zudem für alle Mannschaften einen Tag zuvor, am Freitag, 16. August, ein Stadtmeisterschaftsfest im Festzelt geben, bei dem dann mehr Musik als Fußball gespielt wird.

Jeden Tag sind laut Drießen rund 15 Leute im Einsatz, um für einen reibungslosen Verlauf des Turniers zu sorgen. „Die Vorbereitungszeit ist sehr lang“, meint er und verweist darauf, dass vor allem die „Alten Herren“ tatkräftig beim Service helfen. Die Sparkasse Aachen spielt auch wieder als Hauptsponsor mit.

„Wir haben alle Vereine angeschrieben und eingeladen“, sagt Drießen. Die Rückmeldung sei sehr gut gewesen. Nur bei den Vereinen mit Migrationshintergrund habe es eine große Zurückhaltung gegeben. Die Zielsetzung für den Gastgeber hat Drießen klar formuliert: „Wir wollen so weit wie möglich kommen und mindestens die Zwischenrunde erreichen, um gegen die höherklassigen Vereine spielen zu können. Und wir freuen uns auf jede Menge sportlich faire Spiele.“

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