Aachen - Stadtarchäologe staubt Überreste des Prinzenpalais ab

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Stadtarchäologe staubt Überreste des Prinzenpalais ab

Von: gei
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Im Sommer 2012 soll hier der E
Im Sommer 2012 soll hier der Erweiterungsbau für das Gymnasium St. Leonhard stehen. Vorerst geben noch die Archäologen das Tempo vor. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Einige Wochen noch werden der Stadtarchäologe Andreas Schaub und sein Team das Tempo an der Baustelle auf dem Brot-Schneider-Parkplatz an der Prinzenhofstraße vorgeben. Spektakuläre Funde hat Schaub zwar noch nicht zu vermelden, aber das kann sich bekanntlich jederzeit ändern.

Aktuell erkundet er nach eigener Einschätzung offenbar Überreste des Prinzenpalais, das dort einst gestanden hat und der Straße zu ihrem Namen verhalf. Die Funde datiert er auf das 17. und 18. Jahrhundert. Doch offenbar ging es dort nicht immer nur hochherrschaftlich, sondern auch sehr bodenständig zu. Darauf deuten Schlackefunde und andere Abfallprodukte aus der Buntmetallverarbeitung hin. Möglicherweise waren dort einst Handwerker oder Zulieferer der Nadelindustrie tätig.

In den nächsten Wochen werden mehrere Punktbohrungen in den Boden getrieben - als Vorbereitung für die Fundamentarbeiten. Dann hofft Schaub in die Römerzeit vordringen zu können und vielleicht doch noch einen spektakuläreren Fund zu machen. Überreste eines römischen Militärlagers hatte er bereits vor einigen Wochen entdeckt.

Verzögerungen hat es wegen der archäologischen Vorarbeiten bislang nicht gegeben. „Wir erstellen quasi die Baugrube”, sagt Schaub. Man arbeite voll im Zeitplan. In fünf bis sechs Wochen sollen spätestens die Bauarbeiter anrücken, um das Erweiterungsgebäude samt Fachklassen und Mensa für das Gymnasium St. Leonhard zu errichten. Zugleich soll dort ein ansprechend gestalteter Platz entstehen.

Die Kosten für das Projekt sind bislang mit gut 3,5 Millionen Euro veranschlagt. In den Sommerferien 2012 soll der Neubau nach derzeitigen Planungen fertiggestellt werden.
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