Aachen - Stadt sucht einen neuen Spitzenbeamten

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Stadt sucht einen neuen Spitzenbeamten

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
Geht Ende Juni in den Ruhestan
Geht Ende Juni in den Ruhestand: Stadtdirektor Wolfgang Rombey. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Für das größte Dezernat der städtischen Verwaltung mit rund 1900 Mitarbeitern wird zum Sommer nächsten Jahres ein neuer Chef gesucht. „Am 30. Juni ist Schluss”, sagt Stadtdirektor Wolfgang Rombey, Dezernent für die Bereiche Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport.

Grund ist das Erreichen der Altersgrenze: Ende Mai wird Rombey 65 Jahre alt.

In der Ratssitzung am Mittwoch (ab 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses) wollen die Politiker den Weg frei machen für die Suche nach einem Nachfolger. Die hochkarätige Stelle soll möglichst zügig ausgeschrieben werden, damit sie übergangslos ab 1. Juli 2013 besetzt werden kann. „Für dieses Riesendezernat kann es keine längere Vakanz geben”, sagt Rombey.

Ein neuer Zuschnitt des Dezernats ist nicht geplant - was aus Sicht von Rombey auch gut ist: „Bildung und Kultur gehören zusammen”, sagt er. Er sei daher „sehr zufrieden” mit der Ausschreibung, über die der Rat am Mittwoch abstimmen wird.

Der Mönchengladbacher hat seinen Posten in Aachen am 1. April 2006 angetreten. Seinerzeit wurde er für acht Jahre gewählt, theoretisch hätte er somit noch ein Jahr dranhängen können - was für ihn aber keine ernsthafte Option war. „Einmal muss Schluss sein”, sagt er. Er sei dann seit 23 Jahren Wahlbeamter - „das reicht auch”. Kein Geheimnis ist allerdings, dass der Mehrheitswechsel im Jahr 2009 von Rot-Grün zu Schwarz-Grün das Leben für den SPD-Mann in der Riege der Spitzenbeamten nicht einfacher gemacht hat. Insbesondere die von Armin Laschet geführte CDU nahm ihn vielfach unter Beschuss - unter anderem, weil Rombey sich stets kritisch zum Kinderbildungsgesetz Kibiz geäußert hat.

Gleichwohl seien Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen mit CDU und Grünen nicht der Grund für seinen Abgang im Sommer. „Das ist im Beamtenrecht so vorgesehen”, sagt er. Im Übrigen: „Ich habe stets Sachpolitik gemacht und mich immer als Fachmann verstanden, nie als Politiker.”

Bundesweit soll nach einem geeigneten Nachfolger gefahndet werden. Wenn es gewünscht ist, arbeite er gerne seinen Nachfolger ein, sagt Rombey. „Es gibt wichtige Aufgaben, die der Kontinuität bedürfen”. Mindestens eine soll auch überregional die Aufmerksamkeit nach Aachen lenken: Das Karlsjahr 2014 wird von Rombey zwar derzeit mitvorbereitet, die in diesem Zusammenhang geplante große Dreifachausstellung in der Domschatzkammer, im Rathaus und im neuen Centre Charlemagne wird aber bereits von seinem Nachfolger eröffnet.
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