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Stadt-Sportbund ehrt Absolventen des Sportabzeichens

Von: Wolfgang Reusch
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Die sportlichen Damen bekamen neben Nadel und Urkunde einen Blumenstrauß bei den Ehrungen fürs Sportabzeichen. Die Sparkasse Aachen lässt zum 10.. Geburtstag des Sportabzeichens Extra-Gewinne für Schulklassen springen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Im Generali-Saal des Super-C der RWTH nahm der StadtSportbund die Sportabzeichenehrung für das Sportabzeichen 2012 vor. „Sport ist mein Leben!“, sagt Kurt Haupts lachend, und angesichts seiner Ehrung bleibt kein Raum für Zweifel: Soeben hat er das Deutsche Sportabzeichen (DSA) mit 45 Wiederholungen aus den Händen von Rolf Weber, dem DSA-Beauftragten des Stadt-Sportbundes, entgegengenommen.

 Beweis für 45 Jahre sportliche Leistung und Engagement, denn der durchtrainierte 74-Jährige, der mit 28 Jahren sein erstes DSA anging, gibt seine Begeisterung weiter: „Gerade gestern hat mein Enkel sein siebtes Jugendsportabzeichen abgelegt, und ich mein 46.“ Enkel Mathis Haupts ist mit dieser Leistung übrigens Rekordhalter in Aachen. Stolz pinnt er sein sechstes goldenes Abzeichen an seinen Pulli.

„Dies ist das letzte Mal, dass wir die Abzeichen in dieser Form verleihen“, erklärt Weber, „durch die Einführung des neuen Leistungsbezugs gibt es ab nächstem Jahr Abzeichen in Platin-Gold.“ Zum 100. Geburtstag des Abzeichens hat der Deutsche Olympische Sportbund einige Änderungen hinsichtlich der Disziplinen und der Anforderungen vorgenommen. „Der Einstieg wird durch die neuen Schwierigkeitsgrade leichter, die Disziplinen in den vier Gruppen Koordination, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer zusammengefasst. Wir hoffen, dass wir so noch mehr Menschen zum Mitmachen animieren können.“

Gruppenehrungen

Björn Jansen, der Vorsitzende des Stadt-Sportbundes, nimmt die Gruppenehrungen vor. „Das Sportzentrum Haaren hat ja fast schon ein Abonnement“, scherzt er, und tatsächlich nehmen drei Prüfer die Auszeichnung für die meisten abgelegten Prüfungen eines Stützpunktes in Aachen zum neunten Mal in Folge entgegen. Franz-Josef Heuser erklärt das Phänomen: „Wir machen das schon seit 1967 und haben eine breite Basis. Bei uns ist es sehr familiär, wenn mal einer droht schlapp zu machen, zieht ihn die Gruppe mit, davon habe ich auch schon das ein oder andere Mal profitiert. Und wir prüfen jeden Dienstag von April bis Oktober, bei Wind und Wetter!“

Wind und Wetter haben auch die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in Aachen und Eschweiler nicht vom Erwerb des DSA abhalten können. Oberst Thomas Mönninghoff, Leiter Lehre und Ausbildung, nahm die Auszeichnung für 223 Abzeichen sichtlich stolz entgegen. Doch nicht nur sportlich engagiert sich die Bundeswehr: Ihren Anteil des von der Sparkassen-Finanzgruppe ausgelobten Preisgeldes, der in diesem Jahr 2000 Euro betrug, spendet die Technische Schule Landsysteme und Fachschule des Heeres für Technik (TSL/FSHT) an die Lebenshilfe Aachen.

Erich Timmermanns, Direktor Werbung und Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse Aachen, erläutert die Motivation seines Unternehmens: „Sport gehört für uns zu einer lebenswerten Region. Zusätzlich stiftet die Sparkasse Aachen zum 100. Geburtstag des Sportabzeichens Preise für besonders engagierte Schulen.“

Erstmals wurden zwei Aachener sogar mit einer amerikanischen Auszeichnung geehrt. Das Ehepaar Sabrina und Markus Mertens erfüllte innerhalb von elf Monaten die Anforderungen für den Presidential Champion Award in Silber. „Nachdem wir das DSA gemacht hatten, haben wir uns nach Alternativen umgesehen. Die Anforderungen des amerikanischen Abzeichens sind sehr attraktiv. Es gibt 70 bis 80 verschiedene Tätigkeiten, in denen man Punkte sammeln kann. Sogar Bügeln ist dabei, da haben wir uns aber zurückgehalten“, scherzt Markus Mertens. Hauptsächlich hätten sie durch Krafttraining, Laufen, Leichtathletik und Skifahren Punkte gesammelt.

Ehrenamtliche Unterstützer

„Die Leistung der Sportler und die Tätigkeit der vielen ehrenamtlichen Unterstützer macht all dies möglich. Mein herzlicher Dank geht an unsere Mitarbeiter und all die Prüfer und Mitglieder, die heute nicht dabei sein können“, resümiert Björn Jansen und erhebt sein Glas auf die Ausgezeichneten. Auch die Sportler greifen heute zu einem Glas Sekt. Das haben sie sich redlich verdient.

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