Stadt sorgt für Ärger bei den Abendschulen

Von: dg
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Aachen. Der geplante Umzug der Abendrealschule und des Abendgymnasiums der Städteregion erregt derzeit die Gemüter.

Hintergrund ist, dass die Stadt Aachen, der die Räume an der Eintracht­straße gehören, dort die Musikschule unterbringen möchte und der Städteregion die Räume an der Eintracht­straße gekündigt habe, sagte Gregor Jansen, Bildungsdezernent der Städteregion im Schulausschuss der Städteregion. Nun müsse man bis zum 1. August neue Unterrichtsräume für beide Abendschulen finden.

„Unser Ziel ist es, beide Schulformen in Aachen zu belassen”, sagte Jansen. Allerdings finde man keine geeigneten Räumen. Als „Ultima Ratio” zieht die Verwaltung deshalb in Betracht, die Schulen in den Räumen des Euregio-Kollegs in Würselen unterzubringen.

Würden die Abendschulen den Standort Aachen verlieren, würde das den „Morgenbereich” der Schulen besonders hart treffen. 70 Prozent der Schüler, die die Abendrealschule vormittags besuchen, kämen aus dem Stadtgebiet, erklärte Ralph Ochel, Leiter der Abendrealschule. „Darunter sind viele Mütter. Die bringen ihre Kinder zur Kita und kommen dann zu uns”, erklärte Ochel. Müssten sie nun mit dem Bus nach Würselen fahren, sei es fraglich, ob sie diesen Aufwand weiter auf sich nehmen. Auch Bruno Steinberg, Leiter des Abendgymnasiums, ist skeptisch: „Wir müssen schnell erreichbar sein, damit wir die Vormittagsfrauen nicht verlieren.”

Die Schüler schlugen vor, die Räume gemeinsam mit der Musikschule zu nutzen. Denn der Musikunterricht finde in der Regel nach 13 Uhr statt. Spät genug, um vormittags für den Realschulabschluss und das Abitur lernen zu können. „Die Stadt hat uns mitgeteilt, dass das aus brandschutztechnischen Gründen nicht geht”, sagte Jansen. Diese Begründung hält Heiner Höfken (SPD) für „originell”. Warum aus Brandschutzgründen vormittags und nachmittags nicht unterschiedliche Schüler unterrichtet werden können, sei nicht einzusehen. Zudem sieht Höfken bei der Standortsuche auch die Stadt in der Pflicht. „Wer so einer öffentlichen Einrichtung kündigt, sollte auch eine Alternativlösung parat haben.”
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