Stadt schließt die Lücke zur belgischen Grenze

Von: Gerald Eimer
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Aachen. Es sind zwar nur vier Kilometer, aber die haben es in sich: In zwei Jahren werden diese vier Kilometer einen der längsten europäischen Radwanderwege vervollständigen und einige der schönsten Eifel- und Ardennen-Gegenden mit Aachen verbinden.

Auf der stillgelegten Eisenbahntrasse der Vennbahn bauen Deutsche und Belgier den etwa 150 Kilometer langen Radweg von Aachen nach Luxemburg aus.

Im Mobilitätsausschuss wurden am Donnerstag die Weichen für den Lückenschluss zwischen Walheim und der belgischen Grenze gestellt. Der bereits vorhandene Vennbahnradweg von Rothe Erde bis Walheim soll somit im Sommer 2012 endgültig europäische Dimensionen erhalten. Baubeginn für das Teilstück ab Bahnhof Walheim über Schmithof, durch den Münsterwald und weiter bis nach Raeren soll spätestens Ende nächsten Jahres sein.

Touristenattraktion

Aachen beteiligt sich damit an einem maßgeblich von belgischer Seite vorangetriebenen Projekt, das unter dem Kürzel RAVeL (Réseau Autonome des Voies Lentes) zur Touristenattraktion für „langsame Verkehrsteilnehmer” werden soll. Wanderer und Radfahrer können auf diesem Wegenetz unterwegs sein, ohne Autos zu begegnen. Das reizvolle an der Trasse der im 19. Jahrhundert gebauten Vennbahn: Sie hat trotz der hügeligen Landschaft, die sie durchquert, nur eine geringe Steigung und wird dadurch jetzt auch für weniger sportliche Radfahrer interessant.

Die Planungen auf Aachener Gebiet sind inzwischen abgeschlossen, derzeit laufen die Verhandlungen mit der Euregio Verkehrsschiennenetz GmbH (EVS) über den Ankauf der notwendigen Grundstücke. Der Radweg wird überwiegend auf einem zweiten stillgelegten Gleis der Vennbahn gebaut, parallel dazu könnte eine Trasse für Züge wieder in Betrieb genommen werden.

Zwar sei nach Einschätzung der Verwaltung eine „aufwendige Abholzung” der stark zugewachsenen Trasse nötig, ökologische Bedenken aber gebe es nicht. Der etwa 2,50 Meter breite kombinierte Rad-/Gehweg erhält eine Asphaltbetondecke. Alles in allem sind für das Teilstück Kosten von 1,5 Millionen Euro veranschlagt.
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