Aachen - Stadt gibt Studenten Tipps für Besuchsprogramm

CHIO-Header

Stadt gibt Studenten Tipps für Besuchsprogramm

Von: Lee Beck
Letzte Aktualisierung:
8297882.jpg
Hat etwas übrig für Studenten: Ute Melchior mit Angeboten für Neubürger in Aachen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Als Neuling in Aachen hat man es manchmal gar nicht so leicht: Dieser Klenkes, was bedeutet der noch mal genau? Zwischen „Öcher“ und „Och Herm“ ist man als Nicht-Aachener auch in der Sprache völlig verloren. Wenn dann auch noch die Eltern zum kurzfristigen Besuch anreisen, das Sightseeing aber nicht über die Studentenkneipe hinausgegangen ist, herrscht Alarmstufe Rot.

Das städtische Marketing der Stadt Aachen hat für solche Ereignisse den SOS-Notfallplan für Studenten zur Hand. Sie bietet ein kostenloses Survival-Pack für den Elternbesuch auf der Internetseite www.aachen-studis.de.

„Geschwisteralarm“

Aus insgesamt drei Survival-Packs und mehreren Extrapacks können die Studierenden wählen. Denn wenn die Eltern als „Wiederholungstäter“ erneut kommen und auch noch „Geschwisteralarm“ herrscht, kann ein Upgrade vom Basis-Pack (1 Tag) oder Maxipack (Volles Wochenende) ratsam sein. Vor allem die Erstis, die nach nur acht Jahren Abitur gemacht haben, sind oftmals auf Ihre Eltern beim Umzug angewiesen. Sie selbst können unter 18 Jahren noch keinen Verträge abschließen. „Sie brauchen die Einwilligung ihrer Erziehungsberechtigten sogar, wenn sie eine Hochschulbibliothekskarte beantragen möchten“, sagt Ute Melchior vom städtischen Marketing. „Da haben wir uns gedacht, dass die Eltern bestimmt auch mal die Stadt anschauen wollen“, sagt sie und lacht.

Von morgens bis abends kann der detaillierte Plan abgearbeitet werden. Als erstes stehen – wie könnte es anders sein – Dom und Schatzkammer auf der Liste, dann geht es in eins der vielen Aachener Museen bevor zur Stärkung der klassische Aachener Reisfladen auf den Tisch kommt. Ausgedehnt werden kann dies durch eine Erholung im Wellness-Tempel oder die Sport- und Kulturangebote der Stadt. Auch für spezielle Veranstaltungen wie etwa den CHIO, den historischen Jahrmarkt in Kornelimünster oder Karneval, gibt es spezielle Extrapacks.

„Im Anschluss sind die Eltern überzeugt, dass Du hier gut aufgehoben bist und fahren zufrieden nach Hause“, verspricht die Homepage den Studenten.

Die Marketingabteilung der Stadt Aachen hat die Seite vor einem Monat komplett überarbeitet. Das Survival-Pack ist mit Zeichnungen der Künstlerin Monika Korbanek unterlegt.

Vorläufer „iOecher“

Vorher hieß die seit 2010 bestehende Plattform „iOecher“, und das verstehen nur auch nur waschechte Öcher. „Da wissen die meisten Studenten gar nicht, was gemeint ist“, sagt Melchior. Rund 2000 Menschen haben die Seite seit Anfang 2014 im Internet besucht. In der Zukunft soll auch eine Rubrik über die Aachener Mundart hinzukommen, damit man sich wenig verständigen kann.

Zwei Mal erhielt Ute Melchior per E-Mail Rückmeldungen von Studenten zum Eltern-Survival-Pack. „Sie waren begeistert“, sagt Melchior und lacht. Doch das Survival-Pack ist nicht nur für Neulinge, auch alteingesessene Aachener können sich von dem Aktivitätenplan inspirieren lassen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert