Aachen - Stadt fasst Fläche fürs Polizeipräsidium ins Auge

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Stadt fasst Fläche fürs Polizeipräsidium ins Auge

Von: Werner Breuer
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Wenn es denn so käme, könnten die Aachener Polizisten ihren Umzug mit Sackkarren bewerkstelligen: Schräg gegenüber vom jetzigen Polizeipräsidium an der Hubert-Wienen-Straße würde sich doch ein Neubau für die Behörde hübsch ausmachen, meint man bei der Stadt.

Der Bereich zwischen Krefelder Straße, Strangenhäuschen und Feldchen sei „optimal geeignet“ für ein neues Polizeipräsidium, heißt es in einer Vorlage für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte am Mittwoch, 16. Januar, 17 Uhr, im Sitzungssaal von Haus Löwenstein.

Die Ordnungshüter bräuchten für ihr neues Quartier – die derzeitige Behausung ist baulich in einem so erbarmungswürdigen Zustand, dass sich eine Sanierung wohl nicht mehr lohnt – einen Standort, der möglichst gut an das überregionale Straßennetz angebunden ist, meinen die städtischen Planer. Denen passen die Umzugsabsichten der Polizei recht gut in den Kram. Die Krefelder Straße ist in den vergangenen Jahren städtebaulich nett herausgeputzt worden mit einem neuen Tivoli, einem neuen Finanzzentrum, einer anmutigen Fußgängerbrücke zwischen beidem und auch einem großen Möbelhaus, das wesentlich schicker aussieht als ehedem die Baracken des alten Straßenverkehrsamtes an dieser Stelle.

Und das Facelifting soll weitergehen: Auf dem alten Tivoli-Areal entsteht neben Wohnbebauung auch ein neues Nahversorgungszentrum nebst neuer Kindertagesstätte, nebenan baut die Trianel, und rund um das Reitstadion könnte sich in Zukunft auch einiges tun. Deshalb käme dem Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) auch der Abzug der Polizei aus der Nachbarschaft nicht ungelegen, der CHIO-Ausrichter wünscht sich seit längerem mehr Platz.

„Funktion als Stadteingang“

Nach Vorstellungen der städtischen Planer soll der Bereich Krefelder Straße/Strangenhäuschen „baulich so entwickelt werden, dass er seiner Funktion als Stadteingang gerecht wird“. Immerhin geht es auf diesem Weg nach „Aachen-Zentrum“, zumindest ist es so auf der Autobahn ausgeschildert. Und deren Nähe sowie die Lage an der Krefelder Straße sprechen aus Sicht der Stadt für ein architektonisch prägnantes Polizeipräsidium an dieser Stelle.

Ob die Polizei das auch will, spielt gegenwärtig allerdings eher eine untergeordnete Rolle. Die Behörde hatte in einer „Marktschau“ sondiert, welche Möglichkeiten es denn geben könnte. Das Ergebnis ging ein in eine „Entscheidungsgrundlage“. Formuliert seien dort die Anforderungen und Bedürfnisse, erklärt Polizeisprecherin Sandra Schmitz. Und dieses Werk liege nun im Düsseldorfer Innenministerium. „Die weiteren Schritte werden dort entschieden“, so Sandra Schmitz.

Für Schritte in Richtung Strangenhäuschen will die Stadt dann vorsorglich gerüstet sein. Zu beraten ist in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte (später in den ebenfalls betroffenen Bezirksvertretungen Haaren und Laurensberg sowie letztendlich in Planungsausschuss und Rat) zunächst nur der „Erlass einer Satzung über ein besonderes gemeindliches Vorkaufsrecht“. Damit soll sichergestellt werden, dass die Stadt Grundstücke in diesem Bereich kaufen kann, wenn sie auf dem Markt angeboten würden. „Wir wollen die Flächen reservieren, um die Entwicklung steuern zu können“, erklärt Planungsdezernentin Gisela Nacken.

Für konkretere Planungen müssten dann Gespräche mit den Grundstückseigentümern geführt werden, um auch wirklich an die Flächen zu kommen. Aber so konkret sei das alles noch gar nicht, betont Nacken. Zumal die Stadt der Landesbehörde ja auch keinen Neubau auf die Wiese stellen würde. Wer das machen würde, ob die Flächen in Erbpacht vergeben würden – „das muss man alles dann mal sehen“.

Mit einem Vorkaufsrecht will die Stadt zunächst nur sicherstellen, dass sie nicht in die Röhre guckt.

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