Stadt arbeitet hart am Konjunkturpaket

Von: Alfred Stoffels
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Warten auf die Folianten: In die frühere Rheinnadel-Fabrik am Reichsweg (Bild) wird das Stadtarchiv umziehen, dafür sollen insgesamt vier Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II fließen. Foto: Wolfgang Plitzner

Aachen. Mit Hochdruck wird bei der Stadt Aachen daran gearbeitet, die Gelder aus dem Konjunkturpaket II rechtzeitig zu beantragen und sinnvoll auszugeben. Bis zum Ende kommenden Jahres können 29 Millionen Euro abgerufen werden, 19,5 Millionen für den Bereich Bildung, 9,5 Millionen für Infrastrukturmaßnahmen.

Noch ist kein Cent geflossen, aber das sei überhaupt kein schlechtes Zeichen, sagt Stadtpressesprecher Hans Poth, „sowas geht nicht von einem Tag auf den anderen”.

In seiner Februar-Sitzung hat der Rat festgelegt, wohin das Geld im einzelnen fließen soll, und seither ist man laut Poth gut von der Stelle gekommen.

Wobei man ins Kalkül ziehen müsse, wie kompliziert und arbeitsintensiv die Materie sei. Deshalb würden auch im Bereich Hochbau zwei neue Leute eingestellt, die sich speziell ums Konjunkturprogramm kümmern sollen.

Zum notwendigen Aufwand gehört auch, dass das Rechnungsprüfungsamt alle Projekte dahingehend testieren muss, ob sie auch wirklich förderungsfähig sind.

Zu den dicksten Brocken, die auf der Agenda ganz oben stehen, gehören die Verlagerung des Stadtarchivs von der Schmiedstraße ins Haus der Identität und Integration (HII) am Reichsweg (geplante Investition: vier Millionen Euro); die Sanierung des Verwaltungsgebäudes Katschhof (2,5 Millionen); Sanierung des Verwaltungsgebäudes Hackländerstraße (1,46 Millionen); Sanierung der Feuerwache Stolberger Straße (eine Million); Lärmschutzmaßnahmen am Blücherplatz (630.000 Euro) und am Bahnhof Eilendorf (70.000 Euro).

In Sachen Bildung sollen 15 Millionen Euro in die Aufrüstung der Schulen fließen (Dächer, Fassaden, Fenster), jeweils zwei Millionen in die Sanierung von Kitas und U3-Einrichtungen sowie 560.000 Euro in die Überholung alter Heizkessel.

28 Schulen „identifiziert”

Inzwischen sind 28 Schulen „identifiziert” worden, die in den Genuss einer Sanierung kommen sollen; Planungsaufträge sind erteilt, Ausschreibungen laufen, erste Aufträge sind auch schon vergeben.

Weil bis Ende 2010 alles geregelt sein muss, werden die meisten Projekte wohl zeitgleich angegangen - ein Problem, auf das die Bauwirtschaft aber vorbereitet sein soll.

Acht Kindertagesstätten stehen auf der Liste, um ertüchtigt zu werden, bei den U3-Einrichtungen herrscht noch Klärungsbedarf (dort sollen in diesem Jahr 62 Prozent der zur Verfügung stehenden Million in Sicherheitsmaßnahmen gesteckt werden, der Rest in Umbau/Erweiterung).

Der Löwenanteil im Rahmen der Infrastrukturprojekte ist für den Umzug des Stadtarchivs reserviert. Die Stadt hat, damit es vorangeht, „vorzeitigen Maßnahmenbeginn” beantragt, der von der Bezirksregierung abgesegnet werden muss.

Mit einer - positiven - Reaktion rechnet man in den nächsten 14 Tagen, so dass Anfang Juni losgelegt werden könnte.

Was die Stadt beachten muss: Fürs HII gibt es sowohl Städtebaufördermittel wie Geld aus dem Konjunkturpaket, was große Aufmerksamkeit beim Beantragen und Bezahlen erfordert.

Wie sich die Dinge an der Hackländerstraße entwickeln, scheint wieder vollkommen offen zu sein.

Der Klotz aus Waschbeton, noch Heimstatt des Gesundheitsamtes, soll nun doch nicht an einen Investor verkauft, sondern abgerissen und durch einen neuen Verwaltungsbau ersetzt werden, bereit zur Aufnahme der Personalabteilung, von Rechtsamt und Rechnungsprüfungsamt (das Gesundheitsamt zieht in die Aachen-Arkaden).

Anschließend könnte man die dann leergezogenen Immobilien am Adalbertsteinweg und in der Kasinostraße veräußern.
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