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Stadt Aachen erstattet Strafanzeige gegen Frithjof Kraemer

Von: pa/red
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Schluss mit Geheimnis-Kraemerei? Die Stadt Aachen hat ihre Ankündigung wahr gemacht und Strafanzeige gegen den damaligen Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer und „gegebenenfalls andere Personen“ gestellt. Foto: dapd

Aachen. Die Stadt Aachen hat ihre Ankündigung wahr gemacht und Strafanzeige erstattet. Dies bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Robert Deller. Die Kommune fühlt sich getäuscht im Verfahren zur Umschuldung der Stadionkredite im Frühjahr. Die Betrugsanzeige wurde gestellt gegen den damaligen Geschäftsführer Frithjof Kraemer und „gegebenenfalls andere Personen“.

Kraemer, der inzwischen aus Aachen weggezogen ist, hatte Ende Mai in einer „Vollständigkeitserklärung“ angeblich die komplette finanzielle Situation des nun insolventen Klubs offengelegt. Keine vier Monate später musste sich der Verein als zahlungsunfähig erklären.

Bereits seit einer Woche liegt eine sehr konkrete Anzeige gegen „Alemannias Verantwortliche“ vor. Die Staatsanwaltschaft hatte sofort die Ermittlungen eingeleitet.

Unterdessen haben die  Verantwortlichen der Alemannia Aachen GmbH  beim zuständigen Amtsgericht in Aachen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Der Klub habe am Vormittag die Gläubiger darüber informiert, sagte Alemannias Finanzsprecher Holger Voskuhl. „Die Vertreter sehen die Sanierungschancen.“ Das Gericht werde über den Antrag entscheiden, vermutlich Anfang nächster Woche.

Das notwendige Geld für den laufenden Spielbetrieb bis zum Saisonabschluss habe die Alemannia noch nicht. „Aber es ist schon eine deutliche Summe zusammen. Die reicht noch nicht, um bis zum Ende der Saison zu kommen“ , sagte Voskuhl. Für den Spielbetrieb müsste der Drittligist Angaben zufolge rund zwei Millionen Euro aufbringen.

Bisher sollen ihm rund 800.000 Euro zugesagt worden sein. Ein direktes Insolvenzverfahren vor Ablauf der Saison hätte die Rückstufung in die Kreisliga C bedeutet.

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