Aachen - Stadionverbote drohen: Prügeleien bei Alemannia-Partie haben Nachspiel

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Stadionverbote drohen: Prügeleien bei Alemannia-Partie haben Nachspiel

Von: akai
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Nach den Prügeleien zwischen verschiedenen Gruppierungen Aachener Fans, will die Alemannia Konsequenzen ziehen.

Aachen. Die Prügeleien rivaliserender Alemannia-Fangruppen bei der Heimpartie gegen Erzgebirge Aue, wird ein Nachspiel haben. Während die Polizei ermittelt und das Videomaterial sichtet, denkt die Alemannia über Stadionverbote nach.

„Die Polizei wird uns ihre strafrechtlichen Emittlungsergebnisse mitteilen, und wir werden dann Stadionverbote verhängen”, sagt Alemannia-Sprecher Thorsten Pracht, „so kann es jedenfalls nicht weitergehen.”

Dass es einen tiefen Riss in Alemannias-Fanszene gibt, zeichnet sich seit Monaten ab. Dass aber konkurrierende Gruppen ihre Argumente auf dem Tivoli mit Fäusten austauschen, ist ein Novum. Deshalb wollen die Alemannia-Verantwortlichen samt Fanbeauftragten und Fanprojekt Ansatzpunkte für weitere Gespräche finden. „Wir müssen uns überlegen, wie wir derartige Gespräche moderieren können und wie wir die entscheidende Frage, wie es überhaupt zur Spaltung der Fangruppen gekommen ist, beantworten können”, sagt Pracht.

Es sei nicht zu ertragen, dass die Provokationen sich von Woche zu Woche fortsetzen und sich „ein paar Idioten an nichts halten”. Pracht: „Am Sonntag fahren wieder alle zusammen nach Braunschweig, da hoffen wir, dass sie die Mannschaft unterstützen, und nicht nur mit sich selbst beschäftigt sind.” Auch die Alemannia arbeite mit Hochdruck an dem Problem. „Es darf nicht sein, dass unbescholtene Besucher aus Angst nicht mehr zum Tivoli gehen.”

Unterdessen entschuldigte sich die Gruppierung „Alemannia-Supporters” für die Vorfälle am Sonntag im Block der Ultras: „Ein länger andauernder Konflikt zwischen den Ultras und den Alemannia- Supporters hat zu dieser unentschuldbaren Reaktion einiger Mitglieder unserer Gruppe geführt. Wir möchten uns bei allen Fans dafür entschuldigen”, heißt es in einer Mitteilung. Außerdem wünschen sie den verletzten Ordnern „auf diesem Weg gute Genesung. Allerdings müssen wir uns dagegen verwehren, dass in diesem Zusammenhang von einer politisch gezielten Aktion gesprochen wird. Wir distanzieren uns ganz entschieden von Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus”, schreiben sie weiter.
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