St. Leonhard: Wirtschaft gibt Geld für einen Video-Konferenzraum

Von: Margot Gasper
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Aachen. Das Gymnasium St. Leonhard geht neue Wege. Die Schule an der Jesuitenstraße bekommt einen Video-Konferenzraum, und das Projekt wird von zwei Sponsoren mit einem ordentlichen Batzen Geld unterstützt.

Weil es aber Sponsorenverträge in dieser Größenordnung an Aachener Schulen bisher nicht gibt, diskutierte am Donnerstag der Schulausschuss über die Initiative. Der Stadtrat muss die Vertragsabschlüsse ebenfalls noch genehmigen.

Bild- und Tonübertragung

Das Gymnasium St. Leonhard pflegt mit dem Spohianium im niederländischen Gulpen einen regen Austausch. Der Video-Konferenzraum soll den „synchronen Informationsaustausch mit Bild- und Tonübertragung” zwischen den Schulen ermöglichen, wie es in der Verwaltungsvorlage heißt. Die jungen Leute sollen also übers Internet miteinander regen, die Niederländer auf Deutsch, die Deutschen auf Niederländisch. Das stärkt die Fremdsprachenkompetenz und die Kommunikationsfähigkeit.

Das Land NRW unterstützt das Projekt, das zunächst auf acht Jahre angelegt ist, aus Städtebaufördermitteln für die Schulumfeldgestaltung. Die Landesgelder gibt es aber nur, wenn Sponsoren mit im Boot sind. Der städtische IT-Dienstleister Regio IT unterstütze den Video-Konferenzraum mit Dienstleitungen im Wert von rund 25.000 Euro und einer Geldspende von 6000 Euro, berichtete Karl-Josef Mathar von der städtischen Schulverwaltung im Ausschuss. „NetAachen hat Dienstleistungen von fast 30.000 Euro zugesagt”, so Mathar.

Zu den Vertragsentwürfen hatten die Schulpolitiker allerdings noch etliche Fragen. Schließlich verpflichtet sich die Schule zu „Schulsponsoring-Hinweisen” nach den Maßgaben des Schulgesetzes. Auf die besorgten Anfragen der Politiker erklärte Mathar, dass die sichtbare Werbung deutlich hinter dem Nutzen für die Schule zurückstehen müsse: „Wir stellen uns einen kleinen Aufkleber auf den Computern vor.”

Wie das Sponsoring an St. Leonahrd in der Praxis aussieht, wollen sich die Schulpolitiker irgendwann einmal zeigen lassen, wenn der Raum in Betrieb ist.
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