Aachen - St. Adalbert: Dialog zwischen den Religionen

St. Adalbert: Dialog zwischen den Religionen

Von: Georg Dünnwald und Astrid Meisen
Letzte Aktualisierung:
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„Vom Anfang bis zum Ende”: Der Kalligraph Shahid Alam gestaltete zwei Holztafeln in arabischer Schrift mit Texten aus der Johannes-Apokalypse für die Propsteikirche St. Adalbert. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Ich bin der Anfang und das Ende” - sind Gottes Worte in der Apokalypse des Johannes. In der Offenbarung - in früheren Zeiten auch als geheim bezeichnet - geht es um den Weltuntergang und das Jüngste Gericht, geht es auch darum, dass Gerechtigkeit ausgeübt wird.

Also die Schlechten auf ewig bestraft werden und die Guten ein ewig freies Leben führen dürfen. Die Worte „Ich bin der Anfang und das Ende” hat der Kalligraph Shahid Alam mit Goldfarbe auf Holztafeln verewigt - diese zwei Holztafeln hängen nun in einem Seitenschiff von St. Adalbert.

In der islamischen Ecke sozusagen. In der katholischen Propsteikirche werden nämlich ab sofort alle abrahamitischen Religionen zusammengeführt, das Christentum, das Judentum und nun auch der Islam.

Die zweiteilige Kalligraphie hängt rechts und links des Fensters im südlichen Querhaus, auf dem einer der sieben Posaunenengel des Jüngsten Gerichts abgebildet ist. So entsteht zwischen dem biblisch-christlichem Text in arabischer Schrift, dem Christentum und dem Islam eine Einheit.

Eine Einheit, die begründet ist in der Herkunft der monotheistischen Religionen durch den alttestamentarischen Stammvater Abraham, deshalb abrahamitische Religionen.

Ein paar Meter weiter steht eine Vitrine, in der sich das Fragment einer Thorarolle befindet sowie eine Ikone aus dem Nahen Osten und ein muslimisches Gebetbuch, wodurch nicht nur die Gemeinsamkeiten der Religionen, sondern auch deren Unterschiede herausgestellt werden.

Die „Ur-Religion”, die Basis des Christentums und des Islams, nämlich das Judentum, wird im gegenüberliegenden Seitenschiff der Kirche gewürdigt.

„Die gekreuzigte Nation” ist die Ikone eines russischen Künstlers, welche die jüdischen Märtyrer durch die Jahrhunderte und stellvertretend für alle Opfer der Nazis, einige Menschen in gestreiften in KZ-Kleidung zeigt.
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