Aachen - Springkraut mit Stumpf und Stiel ausgerissen

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Springkraut mit Stumpf und Stiel ausgerissen

Von: Verena Tesch
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Weg mit dem Zeug: Zahlreiche
Weg mit dem Zeug: Zahlreiche Freiwilligen beweisen im Aachener Wald, dass sie beim Indischen Springkraut fest zupacken. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Wir wurden sogar von einer ganzen Kindergeburtstagsgesellschaft unterstützt!”, berichtet Britta Mahn vom Naturschutzbund (Nabu) Aachen begeistert über die rege Beteiligung an der Maßnahme zur Erhaltung der Artenvielfalt, bei der am Samstag büschelweise Indisches Springkraut gerupft wurde.

Mahn als aktives Nabu-Mitglied und ihre Kinder sind natürlich immer wieder an Aktionen in und um den Aachener Wald beteiligt. Das herrliche Wetter sowie die Tatsache, dass das Indische Springkraut zwar dem hiesigen Springkraut, nicht aber den Menschen gefährlich werden kann, motivierten auch zahlreiche weitere Helfer.

Bis zu zwei Meter hoch

Am Treffpunkt Grindelweg instruierte Nabu-Vorsitzender Claus Mayr an die 35 Helfer und Helferinnen über die Vorgehensweise beim Ausrupfen des Indischen Springkrauts. Nachdem alle Handschuhe verteilt waren, marschierte der ansehnliche Helfertrupp erst einmal geschlossen in den Wald.

Claus Mayr und Volker Dohm als Organisator der Aktion identifizierten noch einmal am lebenden Beispiel den Eindringling (rosa blühendes Indisches Springkraut) und stellten ihn dem heimischen Springkraut gegenüber.

Letzteres wuchert harmlos vor sich hin, während ersteres mit zwei Metern Höhe und aggressivem Ausbreitungsgrad die heimische Flora überwuchert und schließlich ganz verdrängt. „So weit muss es nicht kommen!”, klärte Volker Dohm auf, der die Aktion organisiert hatte und noch einmal erklärt, warum gerade jetzt die Chancen gut stehen, dem aus dem Himalaya importierten Kraut Einhalt zu gebieten.

Solange die Blüte noch keine ausgereiften Kapseln voller Samen produziert hat, kann die Pflanze samt Wurzel kinderleicht entfernt werden, ohne dass dabei Samen im Umfeld verteilt werden. „So wird die Verbreitung effektvoll eingedämmt.” Genau das setzten die Freiwlligen dann auch um.

Aufgeteilt in drei Gruppen rupften sie, was das Zeug hielt, und selbst die Kleinsten konnten hier Hand anlegen. Ergebnis waren zahlreiche Haufen von gerupftem Springkraut, die dann zusammengetragen und von den Nabu-Mitgliedern fachgerecht entsorgt werden konnten.

Alle Helfer wurden vom Nabu mit Wasser versorgt, denn bei den herrschenden Temperaturen kamen die Anwesenden selbst bei der leichten Tätigkeit ins Schwitzen. Stolz begossen sie den Erfolg der Aktion. Damit die Beseitigung des Springkrauts dauerhaft Erfolg hat, sind weitere Aktionen geplant. Interessierte und zusätzliche Helfer sind herzlich willkommen.

Weitere Aktionen gegen das Indische Springkraut: 2. Juli Pius-Gymnasium unter Leitung von Marie-Therese Knörzer am Rotsiefweg Nähe Köpfchen; 5. Juli Couven-Gymnasium unter Leitung von Martin Knörzer im Mühlensteintal südwestlich vom Entenpfuhl; 5. Juli Sekundarschule am Dreiländereck unter Leitung von Frau Ute Reifferscheidt im Bereich Grünweg/Moresneter Weg.

Am Samstag, 7. Juli, gibt es eine gemeinsame Anwohner-Aktion unter Leitung von Volker Dohm im nördlichen Preuswald.

Interessierte Helfer für die kommenden Aktionen oder weitere interessierte Schulklassen können sich in der Nabu-Geschäftsstelle melden: ? 0241/870891, E-Mail: info@nabu-Aachen.de

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