Aachen - Springer-Elite trainiert weiter in Aachen

Springer-Elite trainiert weiter in Aachen

Von: Achim Kaiser
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Aachen. Ein Ende ist noch nicht in Sicht: Der Knatsch zwischen dem Deutschen Schwimmverband (DSV) und dem SV Neptun geht weiter. Dennoch konnte bei einer Zusammenkunft mit dem verantwortlichen Bundesinnenministerium die Zukunft des Bundesstützpunktes Aachen bis 2012 gesichert werden.

„Laut meinen Informationen bleibt alles beim Alten”, sagt Sportdezernent Wolfgang Rombey, der sich auf ein Ergebnisprotokoll eines 75-minütigen Gesprächs im Innenministerium bezieht.

Darin kommt deutlich zum Ausdruck, dass die Schließung des Aachener Standortes kein Thema mehr ist. „Der SV Neptun bleibt weiter mittragender Verein”, sagt Gisela Kiefer, SV Neptun. Die Landesstützpunktleiterin war bei der Debatte ebenso dabei wie bei einer anschließenden Unterredung mit dem Wasserspringerclub Städteregion Aachen (WSC) und dem Schwimmverband NRW (SV NRW), der die Trägerschaft des Aachener Bundesstützpunktes übernimmt.

Als Doppelspitze werden fortan der DSV-Jugend-Bundestrainer Heiko Bublitz und Jürgen Kozel vom SV NRW fungieren. Kurios dabei: Bublitz ist Gründungsmitglied des vom SV Neptun abgespaltenen WSC, und Kozel kommt aus der Fachsparte Wasserball, muss sich also in ein neues Themengebiet einarbeiten.

Neptuns Vorschlag, die ehemalige Aachener Topspringerin Doris Pecher als Bundesstützpunktleiterin einzusetzen, fand kein Gehör. „Die Kompetenzen der Doppelspitze müssen geklärt werden, außerdem drängen wir auf eine vertragliche Regelung mit dem SV NRW”, betonen nun Hans Alt-Küpers und Franz-Josef Kiefer vom SV Neptun.

Der WSC-Vorsitzende Norbert Luffy begrüßt dagegen die neue Regelung mit der Doppelspitze: „Damit sind wir einen ganzen Schritt weitergekommen.” Er sieht vor allem die Trainingseinheiten seiner Schützlinge aus dem Bundes- und Landeskader in der Ursula-Klinger-Halle gesichert.

Derweil hat der SV Neptun eine Klage vor dem Landgericht Kassel gegen den DSV eingereicht. Hintergrund: Der DSV hätte fünf Aktive, die vom SV Neptun zum WSC gewechselt waren, nicht beim Bundesstützpunktvergleich in Riesa vom 5. bis 7. November starten lassen dürfen.

Formal sei der Wechsel nicht korrekt innerhalb der vorgesehenen Frist bis zum 30. September vollzogen worden. Neptun fordert vom DSV, die Startrechtswechsel der drei Springerinnen und zwei Springer zurückzuziehen. „Wenn der DSV uns das Startrecht für unsere Springer erteilt, gehen wir davon aus, dass das auch in Ordnung ist”, kommentiert WSC-Chef Luffy die Neptun-Offensive.

Zwar müssen noch viele Fragen zwischen DSV, WSC und Neptun geklärt werden, in einem Punkt sind sich zumindest die beiden konkurrierenden Aachener Wasserspringervereine einig: „Die Sportler sollen in Aachen vernünftig trainieren können.”
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