Sportplatz soll einem Wohngebiet weichen

Von: Georg Dünnwald
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Der Sportplatz an der Karl-Kuck-Straße ist die noch sportliche Heimat von Borussia Brand. Die Politik hat nun neue Pläne für den Verein und für das Gelände. Dort soll ein Wohnbereich entstehen. Foto: Harald Krömer

Brand. In absehbarer Zeit – will heißen: in ein paar Jahren – soll an der Karl-Kuck-Straße nicht mehr Fußball gespielt werden. Dieser Platz ist der Borussia zwar bis 2020 per Nutzungsvertrag garantiert. Womöglich schon früher soll sie zum Brander Wall umziehen.

Das ist der Wille der Parteien, die in der Brander Bezirksvertretung sitzen. CDU, SPD, Grüne und FDP argumentieren, dass die Sportanlage von Borussia Brand mitten in einem Wohngebiet liege, zudem in unmittelbarer Nähe zur viel befahrenen Trierer Straße. Das Gebiet biete keine Möglichkeit zur Expansion, der Sportplatz sei außerdem extrem renovierungsbedürftig. Die Drainage und auch die Lampen seien defekt oder baufällig, da helfe nur eine Erneuerung. Auch die sogenannten Sozialräume, also das Vereinsheim der Borussia mit Duschen und Versammlungsraum, entspreche keineswegs mehr den Anforderungen eines modernen Sportbetriebs.

Entsprechend habe die Vereinsführung, wie die vier Parteien in einem Brief an Bezirksbürgermeister Herbert Henn und die Bezirksamtsleiterin Marianne Krott ausführen, ihre Bereitschaft signalisiert, einer Verlegung des Sportplatzes zuzustimmen, wenn eine geeignete Fläche gefunden sei. Vereinsvorsitzender Helmut Schönell will vor einer Zustimmung aber noch weitere Gespräche mit Politik und Verwaltung führen.

Neues Gelände am Brander Wall

Die Politik glaubt, eine geeignete Fläche gefunden zu haben. „Gleich neben dem Platz des Baseballclubs Aachen Greyhounds könnte für die Borussia ein moderner Fußballplatz entstehen“, erläutert CDU-Ratsherr Peter Tillmanns. Auch die Gesamtschule Brand könne den Platz dann mit benutzen, „was sicherlich auch nicht schlecht ist“. Am Brander Wall soll also eine Art Sportzentrum entstehen.

Ob Naturrasen, Kunstrasen oder Aschenplatz – das kann Tillmanns noch nicht sagen. „Das wird sich zeigen, denn noch ist die Verwaltung ja am Anfang der Planung.“ Erstmals wird sie am Mittwoch, 22. Mai, um 17 Uhr in der Brander Bezirksvertretung ihre Vorstellungen den Politikern unterbreiten.

Auf jeden Fall fordert die Allianz der Parteien die Anlage von zwei neuen Sportplätzen, von denen mindestens einer ein Natur- oder Kunstrasenplatz sein müsse. Ferner seien Sozialräume wie Umkleiden und Duschen, ein Vereinsheim und eine Hausmeisterwohnung notwendig. Auch sollte für genügend Parkplätze gesorgt werden.

Auch zur Finanzierung haben sich die Politiker Gedanken gemacht: Die könne über eine Vermarktung der vorhandenen Platzanlage in der Karl-Kuck-Straße gestützt werden. Die Politiker könnten sich vorstellen, dass an der Stelle des alten Sportplatzes ein attraktiver Wohnbereich entstehen könnte und dieses Gebiet – zumindest per pedes – einen direkten Anschluss an die Trierer Straße erhält.

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