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Spielfilm: Studenten werben um Unterstützung

Von: Alexander Barth
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Mehr als eine Bachelor-Arbeit:
Mehr als eine Bachelor-Arbeit: Die Designstudenten Matthias Mettenbörger, Piotr Dominik Kochalski und Daniel Rau drehen einen Spielfilm. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wenn schon auf der ersten Etappe eines der bekanntesten TV-Raubeine sein Gesicht in den Dienst der Sache stellt, kann eigentlich kaum noch etwas schief gehen.

Niemand geringeres als Kult-Mime Ralf Richter wirbt für den Spielfilm „Im Winter, so schön”, mit dem drei Aachener Designstudenten mehr als nur ihre Bachelor-Arbeit abzuliefern gedenken. Vielmehr wollen sie der Region als Schauplatz einer schwarzen Komödie ein filmisches Denkmal setzen.

Mit Hilfe der immer populärer werdenden Idee des „Crowdfunding” wollen Matthias Mettenbörger, Piotr Kochalski und Daniel Rau jetzt das nötige Geld für die Realisierung ihres Films zusammenbringen. Die Regeln dazu sind einfach: Über das Internetportal startnext.de wird Geld von Unterstützern angeworben, die im Gegenzug und je nach Höhe ihrer Spende belohnt werden: Von Filmrequisiten bis zur Statistenrolle.

Bereits ab 50 Euro taucht der Name des Spenders im Abspann auf. Für 5000 Euro wird man schließlich zum Co-Produzenten befördert. Platzierung des Namens im Vorspann inklusive.

Kurz nach Geburt der Filmidee sei ihnen klar geworden, dass es hier um mehr als nur eine Abschlussarbeit gehe, betont das Trio unisono. Längst habe das Projekt „eine ganz eigene Dynamik bekommen, die über die Pflichtaufgabe Bachelorprüfung hinaus geht”, bekräftigt Daniel Rau. Ursprünglich war ein rund 30-minütiger Streifen geplant. Dann ergab es sich, dass Schauspieler Ralf Richter zum Zugpferd der Idee eines abendfüllenden Spielfilms wurde.

In einem knapp vierminütigen Teaser-Film - zu sehen auf Internet-Videoportalen und gedreht in der Aachener Kneipe „Dumont” - wirbt der Charakterkopf für das Filmprojekt der drei Studenten. Richter, bekannt geworden durch „Das Boot” und als Ruhrpott-Gangster Kalle Grabowski in Peter Thorwarts „Bang Boom Bang” animierte die drei schließlich indirekt dazu, die Ambitionen ein ganzes Stück höher zu hängen.

Für ihre Mammutaufgabe haben Mettenbörger, Kochalski und Rau gleich mal ein neues Genre kreiert: Eine düstere Krimikomödie mit viel schwarzem Humor, angereichert mit dem Lokalkolorit der Eifel und des Aachener Umlands.

Inspiriert wurde das Trio dabei etwa von jüngeren Streifen skandinavischer Machart oder Filmen der Coen-­Brüder. Aber auch die Werke ihres Protagonisten Ralf Richter geisterten durch die kreativen Köpfe.

Herausgekommen ist dabei die Geschichte des Kleinkriminellen Erhard, der nach widrigen Umständen in einem einsamen Eifelnest untertauchen muss. Ohne Chance auf ein Entkommen begibt er sich schließlich gemeinsam mit dem vorlauten Mädchen Emma auf die Suche nach dem großen Geheimnis, das das Dorf birgt.

Im Herbst sollen die Dreharbeiten beginnen. 22 Tage sind dafür eingeplant. Ein Vorhaben, das neben finanziellen Mitteln auch Zeit und Durchhaltevermögen erfordern, wird, ist das Trio sicher. Und nicht nur Geldgeber suchen Mettenbörger, Kochalski und Rau für ihren Streifen.

Auch Maskenbildner, Beleuchter oder Kameraleute werden noch benötigt. „Wir zahlen mit Reputation, tun etwas für den Lebenslauf”, lächelt Daniel Rau und wirbt fürs Mitmachen - „egal ob Profi oder Laie, wir sind erst mal für jede Hilfe dankbar”. Sie selbst werfen ihr ganzes Know-how aus Studium und Filmleidenschaft in die Waagschale. Alle drei haben ihre Spezialgebiete, die für den fertigen Streifen unerlässlich sind.

Noch bis zum 20. Juli kreist die virtuelle Sammeldose beim Internetportal startnext.de. Rund 18 000 Euro haben die Drei veranschlagt. „Die Hälfte haben wir zusammen”, berichtet Piotr Kochalski, und ergänzt optimistisch: „Den Rest schaffen wir auch noch.” Und wenn nicht?

„Dann ziehen wir es trotzdem durch.” Die Idee sei einfach zu gut, die Planung zu weit fortgeschritten. Eine schwarze Komödie vor der Kulisse der Region - ein bisher einmaliges wie spannendes Vorhaben.

Bis zum 20. Juli wird noch Geld gesammelt

„Im Winter, so schön”: Der geplante Spielfilm mit viel Lokalkolorit soll mit Mitteln des Crowdfunding realisiert werden.

Auf der Internetseite: www.startnext.de/im-winter können Filmfans noch bis zum 20. Juli ihren Wunschbetrag beisteuern. Dafür ist lediglich eine kurze Anmeldung erforderlich.

Den Teaser zum Film mit Schauspieler Ralf Richter gibts unter www.im-winter-so-schoen.de.

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