Aachen - Spende an AWO-Kita: Damit alle gemeinsam gesund essen können

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Spende an AWO-Kita: Damit alle gemeinsam gesund essen können

Von: Nina Krüsmann
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3600 Euro, damit alle Kinder ein gesundes Essen bekommen: Die IT-Firma Bechtle hat diesen Betrag an die AWO-Kita Kunterbunt gespendet. Daniel Malinowski (Bechtle), AWO-Geschäftsführerin Gabriele Niemann-Cremer und Nassim Navvabi-Garanki (AWO) freuen sich, dass es den Kleinen schmeckt. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Auch in Aachen ist die Kinderarmut vor der Haustür größer als man denkt. Das stellen die Mitarbeiter in der Kindertagesstätte (Kita) Kunterbunt der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an der Sigmundstraße tagtäglich fest. Und auch, wie wichtig Aufklärungsarbeit ist.

Denn viele Eltern wissen zum Beispiel nicht, wie gesunde Ernährung funktioniert. Obendrein fehlt Geld, um diejenigen Familien zu unterstützen, die den Beitrag für frisches Obst und Gemüse oder den Mittagstisch nicht aufbringen können.

Um diese finanzielle Lücke zu schließen und allen Kinder die Mahlzeiten und zusätzliche Bildungsangebote zu ermöglichen, sei man auf Sponsoren angewiesen, erklärt AWO-Geschäftsführerin Gabriele Niemann-Cremer. Dabei gehe es nicht nur um die reine Nahrungsaufnahme, sondern auch darum, dass ein gemeinsames Essen verbindet. „Ein liebevoll gedeckter Tisch und ein individuell zusammengestelltes Essen gehören zur Kultur des Miteinanders“, betont Niemann-Cremer, die schon vor 15 Jahren an einer AWO-Studie zu den Auswirkungen von Kinderarmut mitgewirkt hat und sich seitdem damit befasst.

Das Bechtle IT-Systemhaus Aachen, das sich auch im AWO-Projekt für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge engagiert, spendete jetzt 3600 Euro, damit alle Kinder gemeinsam essen können.

Damit ist für die 70 Kinder im Alter zwischen vier Monaten und sechs Jahren ein Jahr lang ein nährstoffreiches Frühstück gewährleistet. „Ich wusste bislang nicht, wie groß die Kinderarmut hier tatsächlich ist“, sagt Daniel Malinowski von Bechtle. Er ist selbst Vater von zwei Kindern und sieht es als soziale Verantwortung seines Unternehmens an, hier zu helfen.

Die Kita-Leiterinnen Sonja Offermann und Nicole Wurps beobachten im Alltag an vielen Details, dass arme Menschen in allen Belangen eingeschränkt sind. Armutsbetroffene Kinder hätten demnach eine geringe Sozialkompetenz, neigten leichter dazu, Opfer von Mobbing oder krank zu werden. Kostspielige Ausflüge wie ein Besuch im Kölner Zoo seien gar nicht mehr denkbar.

„Wir möchten keine Kinder ausschließen, die das Geld für die Kita-Mahlzeiten nicht aufbringen können oder für den wöchentlichen Wald-Tag weder Gummistiefel, noch Regensachen oder Handschuhe und Schal haben“, betont Nassim Navvabi-Garanki, Fachbereichsleiterin Elementarbereich. Spenden könnten da helfen. „Aber eigentlich müsste sich am Gesamtsystem etwas ändern, damit das Essen für alle Kinder bezahlt wird“, findet Navvabi-Garanki. Gesunde Ernährung als Basis für eine gute Entwicklung sowie Bewegung und Bildung müssten für alle Kinder selbstverständlich sein.

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