Aachen - Spektakuläre Weltreise in der Manege

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Spektakuläre Weltreise in der Manege

Von: Georg Dünnwald
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Ein ganz besonderes Paar: Tierlehrer Martin Lacey und Nashorn Tsavo bei ihrem Auftritt in der Manege. Das Publikum war begeistert. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Manege frei für Celebra­tion“, tönt es aus den Lautsprechern. Der Circus Krone gastiert eine Woche lang, noch bis Donnerstag, 18. Juli, auf dem Aachener Bendplatz. „Eine unvergessliche Reise um die Welt“ heißt das rund dreistündige Programm. Es zieht Jung und Alt in seinen Bann.

Am Freitagnachmittag und am Abend sind die Premierenvorstellungen, wobei am Nachmittag das riesige 4000-Personen-Zelt nicht ausverkauft ist. Alleine für Kostüme, Requisiten, Licht und Musik hat Zirkusdirektorin Christel Sembach-Krone mehr als eine halbe Million Euro hingeblättert.

Kunststücke auf der Schaukel

Man fühlt sich wie in Paris, wenn Weißclown Yann Rossi auf dem Saxophon das Lied „La vie en rose“ anstimmt, ein Hauch von Moulin Rouge liegt in der Luft. Eine vielversprechende Weltreise steht an. Die Manege füllt sich, 54 Artisten aus 14 Nationen stellen sich bei der Eröffnung der Zirkusshow vor. In einem fließenden Übergang stehen dann nur noch die Artisten der Truppe Dalian im Manegenrund. Die Mitglieder zeigen atemberaubende Kunststücke auf der Duplexschaukel. Ihre halsbrecherischen Sprünge sind großartige Stunts, bei denen es um Bruchteile von Sekunden und um Millimeter geht. Ein Sprung neben die Auffangmatratzen, und es wäre um den Springer geschehen. Die Truppe hat der Circus Krone vom großen chinesischen Staatszirkus engagiert. Großartig!

Zahlreiche schwarz gekleidete Mitarbeiter verwandeln die Manege schnell wieder, die Duplexschaukeln sind in null Komma nix abgebaut, währenddessen unterhalten phantastisch die musikalischen Clowns Les Rossyann. Die vielen Kinder unter den Zuschauern platzen beinahe vor Lachen. Vor allem die Nummer „Teller-Entree“ mit viel zerschlagenem Porzellan kommt an.

Der Circus Krone hat ein eigenes Ballett. Und das zeigt jetzt Szenen aus Bollywood, dem indischen Hollywood, dann folgen als erste tierische Stars in der Manege sechs Elefanten. Eine anspruchsvolle Show wird geboten. Die Tiernummern sind nicht unumstritten. Krone-Pressesprecherin Susanne Matzenau betont aber: „Wir erfüllen alle gesetzlichen Vorschriften und tun mehr als erforderlich. Die Amtsveterinäre der Städteregion haben uns sogar für die sehr gute Unterbringung und Versorgung der Tiere gelobt.“

Als Nachwuchskünstler präsentieren sich die Anastasini-Brothers aus den USA. Die 15 und 23 Jahre alten fliegenden Artisten werden sicher bald zur Weltspitze gehören.

Leidenschaft, Sehnsucht, Melancholie: Tangomusik seufzt, das Ballett setzt musikalische Akzente zu einem der Höhepunkte im größten Zirkus Europas, der Hohen Schule. Lipizzaner, weiß wie der Schnee, Friesen, schwarz wie Ebenholz, und cremefarbene stolze Rösser mit himmelblauen Augen, die Cremellos, zeigen Spitzenleistungen. Jana Mandana Lacey-Krone verantwortet die Leistung. Beim Salto Mortale mit verbundenen Augen, die die brasilianisch-argentinische Trapeznummer „Flying Zuniga“ bietet, halten die Zuschauer den Atem an. Einfach toll.

Stolzer Löwe

Und auch die Löwennummer fasziniert. Stolz thront Löwenmann Kassenda über seinem Harem. Tierlehrer Martin Lacey zeigt Respekt vor den Großkatzen. Dem weißen Löwen King Tonga drückt er einen Kuss auf die Schnauze. Seine Ehefrau Jana Mandana führt mit ihm gemeinsam Kamele, Zebras, Alpakas und das Nashorn Tsavo vor. Das Publikum ist hin und weg.

Es geht weiter mit der eleganten Show von „Elena Droaleva & her gentlemen“, die Jonglagen vom Feinsten bietet. Die Keulen fliegen nur so durch die Manege, das Publikum wundert sich, dass stets alle Keulen sicher aufgefangen werden. Große Stars sind sicher die vier Seelöwen, die Petra und Roland Duss zeigen. Die großen Robben fangen zu Rock‘n‘Roll-Musik Reifen mit ihren Köpfen auf und applaudieren mit den Flossen.

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