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SPD und Grüne feilen am Konzept für die „Internetstadt Aachen“

Von: gei
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Aachen. Kostenlose WLAN-Zugänge, E-Government und digitale Infos im Wald: Die „Internetstadt Aachen“ soll allmählich Gestalt annehmen. Diese Idee verfolgen derzeit verstärkt SPD und Grüne mit jeweils unterschiedlichen Anträgen.

So spricht sich SPD-Medienpolitiker Michael Servos unter anderem für die Einrichtung einer „Bürger-Cloud“ aus, wie sie in anderen Städten bereits zunehmend beliebter werden. In der Regel sind es regionale und am Gemeinwohl orientierte Unternehmen die Bürgern und Unternehmen gegen geringe Gebühren oder ganz kostenfrei Speicherplatz für Daten im Internet zur Verfügung stellen, kostenlose E-Mail-Konten und WLAN-Zugänge einrichten.

Zugleich sollte die Stadt aus Sicht der SPD am Bundeswettbewerb „Modellkommune E-Government“ teilnehmen. Viele Behördengänge sollen auf diese Weise überflüssig werden und im Internet erledigt werden können. Das Bundesinnenministerium fördert die Entwicklung neuer Konzepte für E-Government -Anwendungen mit 100.000 Euro. Die Bundesmittel könnten laut Servos auch Spielräume für kostenlose WLAN-Zugänge in der Innenstadt und für sogenannte Open-Source-Projekte eröffnen.

Und schließlich sollte die Stadt auf die Deutsche Bahn AG einwirken und die kostenlose WLAN-Nutzung auch im Aachener Hauptbahnhof ermöglichen. Bislang gibt es bundesweit bereits 100 Bahnhöfe, in denen Reisende kostenlos ins Internet kommen. Aachen fehlt noch, was die SPD ändern möchte. Der Hauptbahnhof habe eine wichtige Bedeutung für europäische Fernverkehrsverbindungen und für Aachen als „Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“. Die Ausstattung mit einem WLAN-Hotspot sei daher „mehr als angebracht“.

QR-Codes im Grünen

Derweil werben die Grünen für den Aufbau eines digitalen Informationssystems im Stadtwald. Im Wald verstecken sich zahlreiche Geschichten und Sehenswürdigkeiten, über die es sich lohne mehr zu erfahren, sind Hermann Josef Pilgram und Achim Ferrari überzeugt.

Neben den klassischen Infotafeln, die es vielfach gibt und die nun erneuert werden sollen, könnten künftig auch verstärkt sogenannte QR-Codes angebracht werden. Diese schwarz-weißen Codes können beispielsweise von Smartphones entschlüsselt werden. Sie führen dann zu Internetseiten, auf denen Hintergrundinformationen, Streckenprofile, Wandertipps und viele andere Hinweise gegeben werden können.

Eine solche Neuerung würde der Technologiestadt Aachen gut zu Gesicht stehen, meint Pilgram, der sich QR-Codes an vielen Orten der Stadt vorstellen kann. Spannend könnte zudem die Zusammenarbeit verschiedener Interessengruppen werden: Technikfreaks, Naturfreunde, Heimatforscher, Wanderer oder Radfahrer könnten allesamt ihr Wissen beim Aufbau der Webseiten einbringen.

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