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SPD sorgt sich um die Aachener Kneipenszene

Von: maf
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Aachen. Die SPD-Ratsfraktion macht sich Sorgen um die Aachener Clubszene. Bereits Anfang 2012 hatte sich die SPD in einem Ratsantrag für den Erhalt einer lebendigen und vielfältigen Nachtclub- und Kneipenszene ausgesprochen, nachdem immer wieder Clubs und Kneipen wie das „fifty five“, der „Königskeller“ oder das „New Water“ schließen mussten, weil das Ordnungsamt Auflagen in Sachen Lärmschutz, Fluchtwege, Besucherzahl gemacht hatte.

Nun kritisieren die kulturpolitische Sprecherin, Sibylle Reuß, Ratsherr Michael Servos und Bürgermeister Björn Jansen eine neue, jetzt bekannt gewordene Betriebsbeschränkung. Demnach will die Stadtverwaltung das seit Jahren erfolgreich praktizierte Betriebskonzept des „Last Exit“ an der Krakaustraße einschränken. „Damit wird ein wichtiger Kommunikations- und Treffpunkt im direkten Umfeld des ,Mörgens‘ deutlich in seinen Möglichkeiten eingeschränkt, und es geht erneut ein Stück Aachener Stadtteilkultur verloren. Zuletzt wird vor Ort auch der Austausch zwischen dem Theaterensemble und dem kulturinteressierten Publikum jugendaffiner Stücke bedroht“, erklären Jansen, Reuß und Servos.

Dem „Last Exit“ war eine Ausschanklizenz für die Außengastronomie bis 23.45 Uhr werktags sowie 0.45 Uhr am Wochenende verweigert worden, wie Betreiber Marcus Loos den „Nachrichten“ bestätigt. Der entsprechende Brief landete am Mittwoch im Briefkasten des Kneipiers. In den vergangenen Monaten habe es des Öfteren Anwohnerbeschwerden über Lautstärke gegeben, gibt Loos zu. Aber man würde bereits gegensteuern, habe Konzerte abgesagt, fordere die Besucher verstärkt zur Ruhe auf und er habe sogar Handzettel mit seiner Telefonnummer verteilt.

Loos hofft jetzt, dass die Verwaltung ihre Meinung noch ändert. Zumal er sich um seine Existenz sorgt, sollte er ab nächstem Frühjahr Tische und Stühle spätestens um 22 Uhr einräumen müssen. Loos: „Schön wäre es, wenn wir mit dem Ordnungsamt gemeinsam eine Lösung finden könnten.“

Die SPD-Politiker Jansen, Reuß und Servos wollen von der Verwaltung nun wissen, wie die Gesichtspunkte „Erhalt der Kneipen- und Clubvielfalt“ im konkreten Fall mit dem Schutz der Anwohner abgewogen wurden. Außerdem soll die Verwaltung Auskunft darüber erteilen, wie weit die vom Kulturausschuss beschlossene Institutionalisierung der Zusammenarbeit von Kulturdezernat und (Bau-)Ordnungsamt fortgeschritten ist, beziehungsweise mit welchen Maßnahmen Oberbürgermeister und Verwaltung die Clubvielfalt langfristig sichern wollen.

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