Aachen - SPD scheitert: Elsassplatz bleibt weiter gesperrt

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SPD scheitert: Elsassplatz bleibt weiter gesperrt

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
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Es bleibt dabei: Der Elsassplatz ist auch weiterhin für den Durchgangsverkehr gesperrt. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Im Grunde ging es nur um zwei Schilder: Große Diskussionen entzündeten sich im Mobiliätsausschuss an eher kleinen Dingen. Etwa am Durchfahrtverbot auf dem Elsassplatz. Die SPD - üblicherweise für Verkehrsberuhigung stimmend - hatte beantragt, die Betonpassage für den Privatverkehr zu öffnen, erhielt auch vehemente Unterstützung von der FDP.

Abgelehnt wurde das Vorhaben von der grün-schwarzen Mehrheit, flankiert von den Linken und der Verwaltung. Merkwürdige Konstellationen also, die sich nach einer emotionalen Debatte bildeten.

Die Sozialdemokraten stützten ihren Vorstoß hauptsächlich auf eine großflächige Umfrage unter Anwohnern und ansässigen Geschäftsleuten. Unter ihnen habe man fast 600 Unterschriften gesammelt, die sich massiv für eine Öffnung ausgesprochen hätten. Schließlich seien die Verbotsschilder schon zwei Mal für den Umbau von Reichsweg und Düppelstraße abmontiert worden.

Außerdem sei durch die Öffnung keine große Mehrbelastung zu erwarten, weil durch die Möglichkeit des Linksabbiegens vom Adalbert-steinweg in den Reichsweg eine Ausweichroute in Richtung Breslauer Straße oder Rothe Erde geschaffen worden sei.

Aus der Bürgerschaft

Die Anregung sei schließlich aus der Bürgerschaft selbst gekommen, argumentierten die Sozialdemokraten Michael Servos und Heiner März. Ausdrückliche Unterstützung erhielten sie von den Liberalen.

Daniel George: „Wer sich einmal in den Irrgarten geraten ist, stellt fest, dass weite Wege zu fahren sind.” Auch für die Umwelt sei das keine gute Regelung. An-dreas Müller von den Linken sprach jedoch von unverantwortlichem Vorgehen der SPD, die die Leute verrückt machten: „Mir fehlt jedes Verständnis für den SPD-Antrag.”

Auch die Mehrheitsfraktionen von CDU und Grünen hielten dagegen. Man müsse auch die städtebauliche Situation berücksichtigen und den Platz erhalten, führte etwa Ratsfrau Gaby Breuer an. Es gebe dort gefährliche Situationen für Fußgänger, deshalb werde man gegen zusätzliche Verkehre stimmen. Für Fußgänger sei die allererste Verkehrsberuhigungsmaßnahme Aachens 1987 gemacht worden, pflichtete Grünen-Ratsherr Achim Ferrari bei.

Zaghafte Versuche der Sozialdemokraten, das Blatt angesichts der sich abzeichnenden Niederlage noch zu wenden, blieben ergebnislos. Eine probeweise Öffnung der Durchfahrt stieß ebenso wenig auf Gegenliebe wie eine Verweisung ins Bürgerforum. Dort können allerdings interessierte Bürger das Thema erneut zur Sprache bringen.
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