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SPD regt neue Standorte für Windräder an

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Windräder
Windräder in Aachen-Vetschau drehen sich hinter den Wohnhäusern des niederländischen Ortes Bocholtz. Die Europastadt Aachen ist stolz auf ihre gute Nachbarschaft mit Belgiern und Holländern. Doch nun gibt es plötzlich Misstöne. Die Bewohner der niederländischen Nachbargemeinde Simpelveld sind verstimmt. Sie befürchten, dass ihnen die Stadt Aachen gigantische Windräder vor die Haustüre setzt. Foto: dpa

Aachen. Die SPD will die Suche nach neuen Standorten für Windkraftanlagen vorantreiben. Als geeignete Standorte bringt sie unter anderem das Gewerbegebiet Avantis, in der Nähe liegende Ausgleichsflächen und den Bereich Münsterwald an der Bundesstraße 258 ins Gespräch.

Genau diese Standorte tauchen auch im Koalitionspapier von CDU und Grünen auf, so dass eine breite Zustimmung als sicher gelten kann.SPD-Stadtentwicklungsexperte Norbert Plum erklärte zugleich: „Wir wollen eine Alternative finden zu immer größeren und leistungsstärkeren Anlagen im Windpark Vetschau.”

Die SPD reagiert damit auch auf die starken Proteste der Bevölkerung gegen den geplanten Ausbau des Windparks in Vetschau. „Die Entwicklung neuer wohnortferner Anlagen muss vorrangig verfolgt werden”, sagt Plum.

In einem Antrag an die Bezirksvertretung Laurensberg fordert er die Bezirksvertretung und den Rat der Stadt Aachen auf, „alle zulässigen Maßnahmen zu ergreifen”, um weitere Beeinträchtigungen der Bevölkerung durch einen Ausbau der Anlagen im Windpark Vetschau zu verhindern. Plum betont, dass die Stadt Aachen mit ihrem Windpark eine Vorreiterrolle bei der Nutzung der Windkraft übernommen habe.

Doch der Betrieb der Windräder wirke sich auch nachteilig auf die Wohnqualität der in der Nähe lebenden Menschen aus. Plum sagt: „Diese Erfahrungen wollen wir bei der weiteren Ausweisung von Windkraftstandorten sehr ernst nehmen.” Nur wenn die Zweifel und Bedenken der Menschen vor Ort ernst genommen werden, lasse sich die Akzeptanz für Windkraft in der Bevölkerung tatsächlich vergrößern.

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