Aachen - SPD: Mehr Kultur für Burtscheider und Gäste

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SPD: Mehr Kultur für Burtscheider und Gäste

Von: Martina Rippholz
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Aachen. Ein Open-Air-Jazzkonzert im Ferberpark, Diskussionsrunden zur Karlspreisverleihung in der Aula des Einhard-Gymnasiums, Tanzaktionen, Kino und Kunst: Solche und andere Vorschläge schweben der Aachener SPD-Fraktion derzeit vor.

Sie will Burtscheid noch attraktiver machen - und zwar in kultureller Hinsicht. Denn da sieht die Partei für den Stadtteil im Süden Aachens dringenden Nachholbedarf.

„Burtscheid ist mit seinen Kirchen, Schulen, Kurgästen und Quellen ein blühender Stadtteil. Aber in Sachen Kultur passiert dort einfach zu wenig”, sagt Sibylle Reuß, kulturpolitische Sprecherin der Sozialdemokraten im Stadtrat. Sie und ihre Genossin Rosa Höller-Radtke haben deshalb gemeinsam einen Antrag an den Rat gestellt, mit der Überschrift „Ausweitung des städtischen Kulturangebots auf den Bereich Burtscheid.”

Sie berufen sich dabei auf einen gemeinsamen Ratsantrag von CDU, SPD und Grünen im Januar 2008. Der war damals mit „Stärkung des Wohn- und Versorgungszentrums Burtscheid” überschrieben. Seither seien aber lediglich verkehrstechnische und Renovierungsarbeiten vorgenommen worden. Höller-Radtke: „Das kanns nicht gewesen sein.”

Nun also der neue Vorstoß. Vor allem geht es den beiden Ratsfrauen ebenso wie Bruno Meyer, Vorsitzender der SPD in Burtscheid, darum, wiederkehrende Veranstaltungen (September Special und Karlspreis) sowie einzelne Ereignisse (Rahmenprogramm rund um die Bewerbung Maastrichts als europäische Kulturhauptstadt 2018) in Teilen nach Burtscheid zu holen.

„Das September Special etwa ist sehr stark auf die Altstadt zentriert. Dort ergeben sich so auch Schwierigkeiten, etwa mit der Lärmbelästigung und dem Brandschutz”, erklärt Reuß. „Man könnte das ganze entzerren, indem eine Konzertbühne im Ferberpark steht. Das würde dort sehr gut angenommen.” Probleme wegen zu lauter Beschallung aufgrund des Kurviertels sieht sie nicht. Auch Höller-Radtke meint: „Die Kurgäste haben sich bewusst die Nähe zur Stadt ausgesucht. Sie wollen auch etwas erleben.” Ebenso wie viele Burtscheider, die nach einem reichhaltigeren Kulturangebot dürsteten.

Ein solches zu etablieren ist laut Reuß, Höller-Radtke und Meyer problemlos möglich. Die Vorteile Burtscheids lägen schließlich auf der Hand: eine unmittelbare Innenstadt- und Bahnhofsnähe (vor allem wenn der geplante Südausgang kommt), eine Weiträumigkeit durch Parks und Gärten und eine Nähe zu Belgien für grenzüberschreitende.

Rückenddeckung bekommen die Sozialdemokraten auch von dem Vorsitzenden der IG Burtscheid, Rolf-Leonhard Haugrund: „Wir unterstützen den Antrag voll und ganz.” Die SPD ist zuversichtlich, dass sie auch die anderen Fraktionen von ihrem Anliegen überzeugen können.
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