Aachen - SPD hat den Toledoring im Visier

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SPD hat den Toledoring im Visier

Von: Holger Richter
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Andere Vorstellungen: Die Laurensberger Sozialdemokraten halten Hans Günter Sittardt, Helga Efes und Veit Helmig (v. l.) wollen den geplanten Recyclinghof Nord am Toledoring unterbringen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Der gröbste Ärger um den geplanten Recyclinghof Nord ist schon verraucht. Personaldezernent Lothar Barth hatte bereits im Januar in der Bezirksvertretung Laurensberg mit dem Gelände der Stadtgärtnerei in der Soers eine Alternative zum zuvor vorgesehenen Standort auf dem Friedhof Hand vorgestellt.

Der wurde nämlich wegen der zu erwartenden Verkehrsbelastung im Wohngebiet ringsum nicht nur von der Bevölkerung abgelehnt, sondern auch von sämtlichen Laurensberger Fraktionen.

Dazu gehört freilich auch die SPD, die am Dienstag selbst einen Alternativstandort an der Überführung der Süsterfeldstraße über den Toledoring präsentierte. Nach ihren Vorstellungen könnte dort auf gleich zwei Brachflächen – einmal westlich, alternativ östlich von der Süsterfeldstraße vom Kreisverkehr mit der Kackertstraße aus gesehen – ein Recyclinghof für den Aachener Nordwesten entstehen.

„Beide Flächen bieten den erforderlichen Platz von rund 4000 bis 5000 Quadratmetern“, nannte Bezirksvertreter Veit Helmig die Grundvoraussetzung. Noch wichtiger ist ihm und seinen Fraktionskollegen Hans Günter Sittardt und Helga Efes die bereits vorhandene verkehrliche Erschließung. „Hier sind wir in einem Gewerbegebiet, außerdem sind beide Flächen wegen des Toledorings und der Bahnstrecke bereits sehr verlärmt“, so Helmig. Eine zusätzliche Belastung der Bevölkerung sei weder durch Betrieb noch Zufahrtsverkehr der Sammelstelle für Papier-, Holz, Metall- und Sonderabfälle sowie Grünschnitt, Elektrogeräte und Sperrgut zu erwarten.

Einziger Haken: Beide Flächen gehören – anders als der Friedhof Hand oder die Stadtgärtnerei in der Soers - nicht der Stadt, müssten also erst erworben werden. Doch Helmig könnte sich hier einen Flächentausch der Stadt mit den Besitzern vorstellen. Denn die Genossen halten „ihre“ Flächen für besser geeignet als das Gelände in der Soers, wo sie eine „Verdichtung des ohnehin schon starken Verkehrs“ befürchten.

Grundsätzlich dagegen sind sie allerdings nicht. „Wenn es nicht anders geht, würden wir zustimmen“, so Sittardt. Doch zuvor bittet die Laurensberger SPD die Verwaltung in einem Antrag für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung am 27. Februar, die Flächen zu prüfen.

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