Sparpläne: Lange Nacht der Museen ist Geschichte

Von: Alfred Stoffels
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Ein Bild, das wohl in Zukunft der Vergangenheit angehört: Die lange Nacht der Museen wird wohl dem Spardiktat zum Opfer fallen. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Viereinhalb Stunden lang tagte der OB mit seinen Dezernenten, dann war es geschafft: Alle Haushaltsstellen waren durchforstet, die vorgesehenen zehn bis zwölf Millionen Euro zusammengespart. Auf dem Papier zumindest, denn was die Spitzen der Verwaltung in ihrer zweiten Sparklausur ausgeknobelt haben, geht jetzt noch einmal zurück in die einzelnen Fachbereiche, wo die Vorschläge auf ihre Tauglichkeit untersucht werden sollen.

Bis Ende Juli soll das geschehen sein, dann werden auch die Fraktionen offiziell über die geplanten Streichungen informiert.

Laut Stadtpressesprecher Hans Poth wird es nach Stand der Dinge bei rund 200 Einzelpositionen Änderungen geben, wobei es den ganz großen Sparknüller nicht geben wird - die Masse soll es machen.

Gleichwohl wird es ohne spürbare Einschnitte nicht abgehen, das gilt nicht zuletzt für die personelle Ausstattung der Verwaltung: Bei einer Fluktuation von etwa 500 Mitarbeitern pro Jahr gibt es da einigen Spielraum, andererseits können die verbleibenden Bediensteten nicht ohne Ende belastet werden. Was heißt: Aufgabenkürzungen.

Ganz konkret steht jetzt schon fest, dass es in diesem Jahr keine „Lange Nacht der Museen” geben wird. Überhaupt wird überlegt, bei kulturellen Veranstaltungen kürzer zu treten und manche Events nicht mehr jedes Jahr stattfinden zu lassen, etwa die Kunstreihe „Across the Borders”. Übers Theater wurde nicht viel gesprochen, das wird eine eigens geschaffene Strukturkommission demnächst erledigen.

Intensiv überlegt wurde, wie einer der dicksten Ausgabebrocken in den Griff zu bekommen ist: die Hilfen zur Erziehung. Inzwischen fallen um die 30 Millionen Euro pro Jahr an, eine gewaltige Summe, der man dringend zuleibe rücken will - über realistische Wege zu diesem Ziel muss wohl noch weiter nachgedacht werden.

Im Gespräch ist auch, eine Aachener Schwimmhalle nur noch dem Vereinssport zur Verfügung zu stellen. Von der dann einfacheren Organisation erhofft man sich ebenfalls einige Einspareffekte.
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