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„Soziale Stadt Nord”: Kleingärtner und Stadt einig

Von: Georg Dünnwald und Fabian Timmers
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Beraten über die Zukunft des
Beraten über die Zukunft des Stadtteils Aachen-Nord: (v.l.) Norbert Kuntz, Josef Mandelartz, Petra Senden, Fabian Kumkar, Christoph Ruckert, Joachim Weniger und Stefanie Foto: Ralf Roeger

Aachen. Jetzt scheint alles wieder gut zu sein. Die Vertreter der Kleingartenkolonie Wiesental sind zufrieden, die Mitarbeiter des städtischen Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen jubeln.

Nach einer Zeit intensiven Nachdenkens unter der Mithilfe eines Mediators wissen jetzt die Beteiligten, wie das Gebiet zwischen der Jülicher Straße und der Wurm, beginnend vom Technologiezentrum Agit und der Joseph-von-Görres-Straße demnächst aussehen soll. Zumindest auf dem Papier.

Der Streit zu Beginn der Planungsphase ist beigelegt, die Kleingärtner haben sich zum Teil durchgesetzt. Die geplanten Grünfugen, das sind 30 Meter breite Wege, die anfangs mitten durch die Kleingartensiedlung geführt werden sollten und diese auseinandergerissen hätten, sind ad acta gelegt.

Keine breiten Wege mehr

Jetzt sind auch drei Wege geplant, allerdings sollen zwei davon wesentlich schmaler ausfallen und nur dann benutzt werden können, wenn auch die Gartenanlage geöffnet ist. Der dritte Weg, östlich der Gartenkolonie, ist breiter geplant. „Es war ein Fehler, nicht von Beginn an mit den Kleingärtnern zu reden”, gibt Stefanie Weitenberg vom Fachbereich Stadtentwicklung zu.

Doch noch längst ist nicht alles in trockenen Tüchern. Bevor die Bauphase beginnt, alles Mögliche aufgehübscht werden soll und die Gewoge sich ans Sanieren der vielen Wohnungen macht, die ihr und der Stadt gehören, haben zunächst die Bürger das Wort.

Die Vorteile für die Kleingärtner sind, laut deren Sprecherin Petra Senden, dass zum einem der vereinseigene Festplatz modernisiert wird, aber auch, dass es kindersichere Zugänge zur Wurm, Bänke, Grünzonen und einen Grillplatz geben wird.

Bis Ende 2014 abgeschlossen

Laut Fabian Kumker von der städtischen Projektleitung Aachen-Nord sollen die Maßnahmen im öffentlichen Raum bis Ende 2014 abgeschlossen sein. Investiert werden rund 600.000 Euro. „Die Gewoge wird die Gebäude im Quartier im nächsten Jahrzehnt sanieren, und es sollen bis 22 bis 25 Millionen Euro in die Sanierung investiert werden”, bestätigte Joachim Weniger vom technischen Management des gemeinnützigen Wohnungsbauunternehmens. Josef Mandelartz, der 1. Vorsitzende der Kleingartenanlage Wiesental, und Petra Senden sind vor allem mit der Tatsache zufrieden, dass „jeder Kleingärtner gefragt werden muss, bevor auch nur ein Stein vor seiner Parzelle verändert wird”.

Kumker und Stefanie Weitenberg sagen, dass etwa 120 bis 150 neue Wohnungen gebaut werden, die meisten davon mit größerem Zuschnitt. Denn gerade die fehlen im sozial benachteiligten Viertel mit einem Ausländeranteil von mehr als 30 Prozent. Aber auch 50 Wohngruppen sind in Planung. „Vor allem die Jugendlichen sollen bei der Planung des Quartiers mithelfen, damit sie sich dort wohlfühlen. Auch sollen für sie Freizeitmöglichkeiten geschaffen werden, damit der Vandalismus in dieser Gegend abnimmt”, erklärt Stefanie Weitenberg. Gemeinsam mit Norbert Kuntz, dem Leiter des Stadtteilbüros Aachen-Nord, betont sie aber auch, dass noch nicht alles bis ins Detail durchgeplant ist. Es sei der Stadt auch wichtig, die Bewohner zu befragen und in die Planungen mit einzubeziehen.

Vorteile für alle

Laut Stefanie Weitenberg profitieren nicht nur für die Bewohner davon, dass die Kleingartenanlage zugänglicher wird. Auch für die Kleingärtner sei das von Vorteil, denn sie könnten sich nun nach außen öffnen. So könnten die Gartenfreunde ihren Mitbürgern begreiflich machen, wie wichtig ihnen die Anlage ist.
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