Sozialaktion: In 72 Stunden die Welt etwas besser machen

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
5692072.jpg
„Uns schickt der Himmel“: Viel Beifall gab es für die einzelnen Beiträge. Nun wird drei Tage lang in den verschiedenen Projekten angepackt.
5692074.jpg
Die Stimmung ist bestens: Zahlreiche Jugendliche aus den Regionen Aachen-Stadt und Aachen-Land feiern in der Citykirche den Auftakt der 72-Stunden-Aktion. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Wir wollen Passanten für das Flüchtlingsthema sensibilisieren“, sagt Julia Lürkens und wird deshalb heute mit ihrer Pfadfindergruppe aus Alsdorf am Münsterplatz mit einem Infostand stehen. Die jungen Mädchen haben sich dabei ein Beispiel an den älteren Pfadfinderinnen genommen, die bereits zuvor an der 72-Stunden-Aktion im Bistum Aachen teilgenommen haben. Das fanden die Jüngeren toll und tun es ihnen nun nach.

Die Citykirche an der Großkölnstraße war gut besucht, als die fleißigen Helfer mit fetziger Musik und im Beisein der Regionaldekane Josef Voß und Josef Wienand den Auftakt der diesjährigen Veranstaltung feierten. „Uns schickt der Himmel“ sangen sie voller Inbrunst und wurden dabei unterstützt durch die Coconut Butts, die unentgeltlich auftraten. Bundesweit eröffneten Gruppen die Aktion, bei der vom 13. bis 16. Juni Jugendliche überall dort helfen, wo sie es für nötig halten. Im Bistum Aachen sind 7500 Helfer in 296 Projekten unterwegs.

Das sind rund 60 Projekte mehr als beim letzten Mal im Jahr 2009. Das ist ein Zuwachs, der sich sehen lassen kann, wie Oliver Brühl, Diözesan-Vorsitzender des BDKJ (Bund der deutschen katholischen Jugend), meint.

Die jungen Leute sollen sich in sozialen, politischen, ökologischen und interkulturellen Projekten verdient machen. Renovierungsaktionen, Benefizkonzerte, Straßenaktionen zu Flüchtlingsschicksalen, ein Fest für Obdachlose: Der Einfallsreichtum der jungen Leute scheint keine Grenzen zu kennen.

Die Tauch-AG der Europaschule in Herzogenrath geht mit gehandicapten Kindern und Jugendlichen tauchen, „um ihnen zu zeigen wie schön das ist“.

Und ganz offensichtlich profitieren nicht nur die, denen auf welche Art auch immer geholfen wird, von dem Projekt. Auch die Helfer kommen auf ihre Kosten. Sie können „über sich hinauswachsen, in drei Tagen die Welt besser machen, mit Freunden etwas Unvergessliches erleben und mal was ganz Neues ausprobieren“, wie der Werbeflyer zur Aktion verspricht.

72 Sekunden Countdown

Nachdem der Countdown von 72 Sekunden abgelaufen war, war die Aktion offiziell eröffnet. Die Jugendlichen in der Citykirche feierten den Start gebührend, bevor sie sich nun 72 Stunden im Dienst der guten Sache an die Arbeit machen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert