Aachen - Solidaritätslauf fällt aus, dafür gibt es 2014 ein Fest im Elisengarten

Solidaritätslauf fällt aus, dafür gibt es 2014 ein Fest im Elisengarten

Von: Nina Krüsmann
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Aachen. Dieses Jahr wird nicht gelaufen: Seit acht Jahren ist der Solidaritätslauf für Menschen ohne Arbeit erfolgreich, rund 200.000 Euro wurden bislang eingenommen. Am kommenden Samstag, 20. September, wird aus dem Lauf erstmals ein „Solidaritätsfest“ im Elisengarten.

Es ist eine einmalige Ausnahme, denn aufgrund der laufenden Karlsausstellungen sind Markt und Katschhof in diesem Jahr gesperrt. Eine Alternative zur Laufstrecke gibt es nicht. „Aber die Solidarität geht weiter, und wir wollen ein deutliches Zeichen setzen“, erklärt Gerd Mertens, Referent im Büro der Regionaldekane und Mitorganisator der Veranstaltung. Die Schirmherrschaft über das Fest haben Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff und Superintendent Hans-Peter Bruckhoff, die Organisation liegt beim Büro der Regionaldekane Aachen-Stadt und Aachen-Land.

Der „Soli-Lauf“ ist seit Jahren ein fester Termin und für die Langzeitarbeitslosen selbst ein Höhepunkt in ihrem tristen Alltag, der von knappen Mitteln und wenig Teilhabe bestimmt ist, wie Holger Brantin vom Katholikenrat erklärt. Rund 400.000 Euro investieren beide Kirchen jährlich in die Arbeitslosenprojekte, davon 100.000 Euro aus Spendengeldern. Das Problem aber ist von trauriger Konstanz: Trotz aller Bemühungen ist die Quote der Langzeitarbeitslosen seit Jahren auf gleichem Niveau geblieben.

„Das gemeinsame Fest in der Mitte der Stadt hat auch eine christliche Aussage“, betont Bruckhoff. Ein solches „Hoffnungsfest“ sei wichtig – auch wenn es eigentlich gar keinen Anlass zum Feiern gibt. Alois Poquett vom Dachverband der Arbeitslosenprojekte in Aachen „Pro Arbeit“ weiß, wo der Schuh drückt: Er hat den Überblick über 25 angeschlossene Organisationen, in denen zwischen 800 und 1000 Menschen beschäftigt beziehungsweise qualifiziert werden.

Von 14.15 bis 16.15 Uhr gibt es ein vielseitiges Programm auf der Bühne im Elisengarten. Die Walheimer Big Band und die Big Band des Bischöflichen Pius-Gymnasiums spielen im Wechsel. Neben Interviews mit interessanten Gästen gibt es eine Tombola und zwei ganz besondere Aktionen: „Das längste Brot“ von Aachen wird angeschnitten, als Symbol der Solidarität. „Es wird bis zu zehn Meter lang sein“, sagt Gerd Mertens. Außerdem sind alle Besucher aufgerufen, ihre alten Laufschuhe zu der Veranstaltung mitzubringen.

„Unser Sponsor Runner Shop spendet fünf Euro pro Paar zugunsten regionaler Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekte für Langzeitarbeitslose und Jugendliche“, erklärt Mertens und ruft dazu auf, fleißig Schuhe vorbeizubringen. Übrigens: Im nächsten Jahr wird es wieder einen Solidaritätslauf geben – die dann neunte Auflage. Er wird im Rahmen der Reit-Europameisterschaften am 23. August 2015 stattfinden.

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