Solidaritätslauf: Es geht um die Botschaft und um Geld

Von: Tim Habicht
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Aachen. Am 15. September findet ab 11 Uhr um Rathaus und Dom der 8. Aachener Solidaritätslauf für Menschen ohne Arbeit statt. Ob jung oder alt: Jeder Bürger kann teilnehmen und ein Zeichen setzen.

„Das Thema Arbeitslosigkeit liegt uns sehr am Herzen. Vor allem den Sockel, den die Langzeitarbeitslosen bilden, unterstützen wir mit diversen Projekten. Wir möchten den Menschen helfen, die im Alltag durch die verschiedensten Gründe mit ganz wenigen Mitteln auskommen müssen“, erklärt Regionaldekan Josef Wienand.

Weil die Bundesregierung in den letzten Monaten die Gelder zur Unterstützung dieser Projekte massiv gekürzt habe, müssten über andere Wege Mittel generiert und vor allem Öffentlichkeit mobilisiert sowie sensibilisiert werden.

Einer der wichtigsten Bausteine zur Finanzierung dieser Projekte für Aachen und die ganze Region ist der Solidaritätslauf. Der fand allerdings auch schon vor der kritisierten Mittelkürzung statt. „Es ist kein Leistungslauf. Es geht um die Botschaft – und darum, Menschen für das Thema Arbeitslosigkeit zu sensibilisieren sowie ein solidarisches Zeichen auf die Straße zu bringen“, sagt Gert Mertens, Referent im Büro der Regionaldekane.

Im vergangenen Jahr erliefen rund 850 Teilnehmer 30.000 Euro. In diesem Jahr soll erstmals die 1000-Teilnehmer-Marke geknackt werden. Veranstalter des Spendenlaufs sind das Büro der Regionaldekane für die Regionen Aachen-Stadt und Land im Bistum Aachen, der Evangelische Kirchenkreis Aachen und der Dachverband „pro Arbeit“. Außerdem wird der Lauf tatkräftig von der Stadt Aachen unterstützt, die ihn im Programm des Open-Air-Kulturfestes „Aachen September Special“ einbettet.

Das Prinzip ist ganz einfach: Man kann sich im Vorfeld oder sogar noch vor Ort zum Lauf anmelden. Vorher sollte man als aktiver Läufer einen „Sponsor“ gefunden haben, der für jede Runde einen beliebig gewählten Betrag an den Läufer zahlt. Der jeweilige Sponsor kann ein Nachbar, Arbeitgeber oder Lehrer sein.

„Es ist vor allem das Zeichen, das zählt. Man muss nicht unbedingt einen Sponsor haben und Geld erlaufen, sondern kann auch einfach so mitlaufen“, sagt Mertens und fügt lachend hinzu: „Aber das Geld nehmen wir natürlich gerne mit.“

Seit 2006 erbrachte der Solidaritätslauf über 140.000 Euro ein für diverse Projekte. Das Geld wird im „Fifty-Fifty“-Prinzip ausgezahlt. Die eine Hälfte des Erlöses geht an ein kirchliches Arbeitslosenprojekt, die anderen 50 Prozent an einen vom Läufer selbst bestimmten guten Zweck.

„Durch den Lauf zeigen wir, dass sich buchstäblich etwas bewegt, dass kein Stillstand herrscht. Viele Menschen sind in der Gesellschaft abgehängt worden und stigmatisiert. Diese Menschen werden zu Fällen. Das widerspricht dem christlichen Menschenbild“, so Hans-Peter Bruckhoff, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Aachen. Es gehe zwar auch um den Ertrag, den der Lauf am Ende erzielt, aber vor allem eben darum, das Problem Arbeitslosigkeit in die Mitte der Gesellschaft zu rücken.

Alle weiteren Informationen zum 8. Aachener Solidaritätslauf gibt es unter www.solidaritaetslauf-aachen.de im Internet.

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