Aachen - Solidaritätslauf: Der jüngste Starter ist erst vier Jahre alt

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Solidaritätslauf: Der jüngste Starter ist erst vier Jahre alt

Von: Lee Beck
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Auf dem Plätze: Ein starker L
Auf dem Plätze: Ein starker Läuferfeld geht auf dem Markt an den Start. Rund 600 Menschen, darunter sehr viele Kinder und Jugendliche, unterstützen den Solidaritätslauf. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Erst zehn und 13 Jahre alt sind Sonja und Nico, doch beide sind sich ihrer sozialen Verantwortung schon sehr bewusst. Denn beim siebten Aachener Solidaritätslauf waren sie im Trikot des Kinderheims Maria im Tann rund um Dom und Rathaus unterwegs.

„Es ist ein gutes Gefühl, denn Laufen macht mir Spaß und ich möchte Menschen helfen, die kein Geld haben”, sagt Nico stolz. Insgesamt ist der 13-Jährige zehn Runden, also zehn Kilometer, gelaufen. Das bedeutete zwölf Euro auf seinem Spendenkonto. Die zehnjährige Sonja ist sogar elf Runden gelaufen. „Ich mache gerne Sport”, sagt sie lächelnd. „Wenn ich nicht mehr konnte, dann habe ich eine kurze Pause gemacht, und bin danach weitergelaufen, weil ich ja etwas Gutes tun wollte”, fügt sie hinzu. Maria im Tann war eine der größten Gruppen mit insgesamt 45 Leuten und bekam nach dem „Fifty-fifty-Prinzip” die Hälfte der erlaufenen Summe, der andere Teil ging an Arbeitslosenprojekte in der Städteregion.

Mit Maria im Tann waren die Gruppen des Pius-Gymnasium und des Louisenhospitals am größten. Insgesamt nahmen rund 600 ambitionierte Läuferinnen und Läufer teil, der Jüngste war erst vier Jahre als, einer der Ältesten startete mit 79 Jahren. Es gingen 40 Organisationen aus der Städteregion an den Start, und viele Helfer an der Strecke kamen direkt aus den unterstützten Arbeitslosenprojekten. Träger des Laufes, der im Rahmen des September Specials stattfand, sind die katholische und die evangelische Kirche. Schirmherren waren Bischof Heinrich Mussinghoff und Superintendent Hans-Peter Bruckhoff.

Oberbürgermeister Marcel Philipp bezeichnete den Solidaritätslauf bei seine Ansprache während der Eröffnungsfeier als selbstverständlichen „Pflichttermin”. Ihm sei die Arbeit im Arbeitslosenbereich ein großes Anliegen, und er freue sich, dass nicht nur Musik und Tanz im Vordergrund stünden, sondern auch das soziale Engagement nicht zu kurz käme.

Tolle Wetter, tolle Stimmung

Gerd Mertens, Organisator und Referent im Büro der Regionaldekane, war überwältigt von der tollen Stimmung: „Es waren unheimlich viele Leute an der Strecke”. Maßgeblich dazu beigetragen habe aber auch das optimale Wetter, fügt er hinzu. Denn auch zu diesem tollen Ereignis zeigte sich das sonst doch bekanntlich launische Wetter von seiner besten Seite.

„Aus Erfahrung können wir mit rund 20 000 Euro, die erlaufen wurden, rechnen”, so Mertens. Besonders hob er die Walheimer Big Band hervor, die mit tollen Stücken während des Laufs für Unterhaltung sorgte. „Sie traten ehrenamtlich auf”, berichtet Mertens. „Das war erste Sahne”, bestätigte auch Josef Voß, Regionaldekan Aachen-Stadt.

Auch er freute sich sehr über den diesjährigen Erfolg des Laufs: „Es waren so viele unterschiedliche Leute da und die Stimmung war noch deutlich gelöster als letztes Jahr”. Man habe besonders gemerkt, dass vor allem die Gruppen sich gegenseitig während des Laufes motivieren. „Die Menschen hatten die Herzen einfach offen, um Gutes zu tun”, betont er.
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