Solidaritätslauf: 500 Starter setzen ein Zeichen für Arbeitslose

Von: Nina Krüsmann
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500 laufen mit: Indem sie ihre Runden drehen um Markt, Dom und Rathaus, setzen sie ein Zeichen der Solidarität. Es geht ums Laufen oder Gehen, es geht aber vor allem auch um Spendengelder für die kirchliche Arbeitslosenarbeit im Aachener Raum. Foto: Ralf Roeger
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500 laufen mit: Indem sie ihre Runden drehen um Markt, Dom und Rathaus, setzen sie ein Zeichen der Solidarität. Es geht ums Laufen oder Gehen, es geht aber vor allem auch um Spendengelder für die kirchliche Arbeitslosenarbeit im Aachener Raum. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Seid Ihr alle bereit?“, fragt Martin Pier vom Büro der Regionaldekane im Bistum Aachen. Was für eine Frage. „Auf die Plätze, fertig, los!“, gibt er dann das Zeichen für den Start des 11. Aachener Solidaritätslaufes rund um Dom und Rathaus. Rund 500 Teilnehmer machen sich in fröhlich-bunten T-Shirts „Gemeinsam auf dem Weg zur Arbeit“ – so ist es auf dem Laufhemd eines Teilnehmers weithin zu lesen.

Viele der Freundeskreise, Arbeitskollegen, Gruppen und Vereinskameraden haben sich für ein gemeinsames T-Shirt entschieden. Das stiftet Identität, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und zeigt den Zuschauern, woher die Läufer kommen. Traditionell ist das Kinder- und Jugendheim Maria im Tann dabei, die Sternsinger, das Sozialwerk Aachener Christen, das mit dem Slogan „Respekt!“ für das Thema des Laufs wirbt.

Mehr als 30 Projekte

„Es ist nicht nur sinnvoll, sondern unverzichtbar, die Jugendarbeitslosigkeit, Langzeitarbeitslose und schwer Vermittelbare im Blick zu halten“, betont Dompropst Manfred von Holtum bei der Begrüßung der Teilnehmer kurz vor dem Start auf der Marktbühne. Hier begrüßt Martin Pier ebenfalls den Schleidener Pfarrer Erik Schumacher, der erklärt, wie wertvoll und wichtig die Solidarität mit langzeitarbeitslosen Mitmenschen ist. „Die kirchlichen Träger in der Städteregion Aachen engagieren sich seit vielen Jahren vor allem für Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. In mehr als 30 Projekten beschäftigen und qualifizieren, beraten und begleiten sie rund 3000 arbeitslose Jugendliche, Männer und Frauen“, sagt Pier.

Finanziert werden die Projekte durch staatliche Fördermittel und Gelder aus der Kirchensteuer. Alleine das Bistum Aachen investiert jährlich in den beiden Regionen Aachen Stadt und Land etwa eine halbe Million Euro in die Arbeit mit arbeitslosen Menschen. „Finanzierungslücken werden vor allem aus Spendenmitteln bestritten. Der Solidaritätslauf leistet hier einen wichtigen Beitrag“, betont Pier.

Tolle Stimmung herrscht bei dem Lauf im Rahmen des Stadtfestes September Special. Beschwingt durch die Musik der Big Band des Pius-Gymnasiums und die Sonnenstrahlen an diesem Sonntagvormittag umrunden Kinder, Jugendliche und Erwachsene immer wieder den Aachener Markt. Noch dazu feuern hunderte Zuschauer in der Altstadt die Läufer an. Veranstaltet wird der Lauf von der Katholischen und der Evangelischen Kirche im Raum Aachen mit dem Verein Pro Arbeit.

Sportler haben die Wahl

Getreu dem Motto „Fifty Fifty“ kann jeder Aktive und Sponsor mit seinem Engagement gleich doppelt helfen: 50 Prozent des Erlöses kommen ökumenisch getragenen Initiativen der Arbeitslosenarbeit in der Städteregion zugute, die andere Hälfte geht an einen vom Läufer selbst bestimmten wohltätigen Zweck. „Ah, sozial“ prangt auf den T-Shirts der KAB-Gruppe. Auch „In Via“, die „Wabe e.V.“, das Dienstleistungs- und Qualifizierungsunternehmen PiccoBella und der Allgemeine Sozialdienst des SkF sind dabei.

„Jeder läuft in seinem Tempo, und auch Gehen ist ausdrücklich erlaubt“, erklärt Pier. Allein das soziale Statement zählt, das Zeichen der Solidarität – das sei, worauf es wirklich ankomme.

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