Soldaten aus Aachen waren 2016 weltweit im Einsatz

Von: Nina Krüsmann
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Neujahrsempfang in der Kaserne: von links der Stolberger Bürgermeister Tim Grüttemeier, die Aachener Europaabgeordnete Sabine Verheyen, Brigadegeneral Ralf Lungershausen, die stellvertretende Städteregionsrätin Christiane Karl und der Eschweiler Bürgermeister Rudi Bertram. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Die Welt wandelt sich – und mit ihr die Bundeswehr“, stellte Ralf Lungershausen beim Neujahrsempfang in der Leo-Löwenstein-Kaserne fest. Der Brigadegeneral ist Kommandeur des Ausbildungszentrums Technik Landsysteme und General der Heereslogistiktruppen.

„Wie unsere Ministerin in ihrem Tagesbefehl zum Jahreswechsel schrieb: Die Bundeswehr ist vielfältiger und stärker gefordert als je zuvor. Das wird angesichts der weltweiten Lage noch zunehmen“, leitete Lungershausen den Empfang ein. Anschließend gab er den vielen Gästen einen Rückblick auf das zurückliegende Jahr.

Die Erfüllung des Ausbildungsauftrages habe natürlich an erster Stelle gestanden. In einer Vielzahl von Lehrgängen habe man Soldaten und zivile Beschäftigte der Bundeswehr, Auszubildende sowie Soldaten befreundeter Nationen für ihre Aufgaben in den Streitkräften qualifiziert. „Festgehalten haben wir auch an der Durchführung der Militärischen Ausbildungshilfe“, betonte Lungershausen und begrüßte die ausländischen Lehrgangsteilnehmer, die vorwiegend aus afrikanischen Ländern stammen und in Aachen bis zu zwölf Monate ausgebildet werden.

„Die neuen Systeme der Bundeswehr sind hochmoderne und technisch hochkomplexe Systeme, deren Einsatzbereitschaft die Sicherheit und außenpolitische Handlungsfähigkeit Deutschlands gewährleisten – zum Beispiel das gepanzerte Transportkraftfahrzeug GTK Boxer und der Schützenpanzer Puma“, führte der Kommandeur aus. Auch 2016 seien Soldaten aus dem Standort Aachen und Eschweiler weltweit in Einsätzen gefordert gewesen, von Afghanistan über den Kosovo bis nach Mali. Und es wurde der 60. Geburtstag des Deutschen Heeres gefeiert.

Lungershausen bedankte sich bei allen Soldaten, Reservedienstleistenden und zivilen Mitarbeitern für ihre Leistungen, die nicht selten Gefahren für Leib und Leben mit sich bringen und ungeheure Belastungen abverlangen. „Eine traditionelle Veranstaltung war unser Biwak als ‚die‘ Veranstaltung des Ausbildungszentrums“, betonte Lungershausen. Das Domskat-Turnier auf Gut Neuhaus fand zum 25. Mal statt. Nicht zuletzt habe man einen wichtigen Beitrag für Stadt und Städteregion im Umgang mit der Flüchtlingssituation geleistet.

In seinem Ausblick ging Lungershausen auf die Personalstrategie der Bundeswehr ein: „Die Bundeswehr soll bis 2023 um rund 11 000 Menschen aufwachsen, um damit die gestiegene Aufgabenlast und die personelle Einsatzbereitschaft sicherstellen zu können.“ Die wichtigste Größe in der Bundeswehr seien die Menschen. Ihnen sollen attraktive und moderne Arbeitsbedingungen geboten werden.

„Für den Standort Aachen präsentiert das Ausbildungszentrum Technik Landsysteme sich und die Bundeswehr als attraktiver Arbeitgeber, der mehr als 240 000 Menschen beschäftigt, mehr als 1000 verschiedene Berufe anbietet und an rund 300 Standorten präsent ist.“ Am 10. Juni werde man in der Lützow-Kaserne den „Tag der Bundeswehr“ begehen, um die Verbundenheit mit der Region zu unterstreichen.

Polizeipräsident Dirk Weins­pach, Vertreter aller Parteien, die stellvertretende Städteregionsrätin Christiane Karl, die Europaabgeordnete Sabine Verheyen, der Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke sowie Gäste befreundeter Streitkräfte, Vereine und der Kirche verfolgten die Ansprache und unterstrichen mit ihrer Anwesenheit die hohe Wertschätzung für das Wirken vor Ort. Musikalisch begleitet wurde der Empfang vom Kammerensemble des Heeresmusikkorps aus Koblenz unter der Leitung von Hauptfeldwebel Christian Krier.

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