Aachen - Solar-Cup: Ein leichter Flitzer mit wenig Schnickschnack

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Solar-Cup: Ein leichter Flitzer mit wenig Schnickschnack

Von: Christopher Gerards
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Basteln an ihrem Sonnenflitzer
Basteln an ihrem Sonnenflitzer: Marcel Bosseler,Udo Schnell,Adrian Cordewner, Eric Kolf und Baran Tasyurdu (von links). Foto: Heike Lachmann

Aachen. Mit Herrn Schnell solls der Renner werden. Seit Wochen arbeitet das Franz Racing Team jeden Donnerstag an seinem Boliden für den dritten Aachener Solarcup.

Die neun Schüler der Klaus-Hemmerle-Schule bauen wie die sieben Gruppen starke Konkurrenz einen Sonnenflitzer aus Solarmodulen und Dreirad. Als Boxencrew hilft der Industriepartner Fachhochschule Aachen in der Werkstatt an der Goethestraße - in Person von Udo Schnell, dem Feinwerkmechanikmeister.

Schnell sagt: „Wir haben wenig Schnickschnack eingebaut, weil der Wagen leicht bleiben soll.” Stattdessen sind die Kabel in den Rahmen verlegt, der (fast obligatorische) Tivoli-Sitz auf dem Metall. Die Reifen hat die Truppe ausgetauscht und der Neigungswinkel der Solarmodule soll 30 Grad betragen. Die Schüler planen auch, eine Halterung für ein Smartphone anzubringen. Fahrgeräusche oder Huptöne soll das erzeugen. Das wars, weniger ist manchmal mehr?

Organisatorisch drängt das Team dagegen auf die Pole Position. Bei Facebook haben die Jungs eine Gruppe gegründet, in der sie sich austauschen. Und jeder Schüler hat ein Spezialgebiet wie Design, oder Elektronik, bringt hier sein Können ein. „Schweißen können wir nicht”, erklärt Schüler Marcel Bosseler, zuständig für Sitz, Batteriehalterung und Kabel. „Aber wir haben Löcher gebohrt, Bleche gebogen, abgemessen, gekantet.”

Marcel sagt, er habe gute Einblicke in die Arbeitswelt erhalten: „Ich habe mich mit dem Thema Solarenergie auseinandergesetzt.” Berufswunsch? „Elektriker oder Kfz-Mechaniker.” Das scheint zu passen? Ähnlich sieht das aus bei Adrian Cordewener: „Klar, sowas macht Spaß. Mein Vater hat eine Autowerkstatt und da helfe ich öfters.” „Für die Schüler ist es wichtig, praktisch zu arbeiten”, meint auch Lehrerin Dagmar Castillo.

Ergebnis dieser Arbeit soll ein schwarz-roter Bolide sein, der 30-40 Km/h erreicht - vorausgesetzt, der Fahrer ist klein und leicht. Den Posten soll Dachwas Dablosch übernehmen, erste Testfahrten stehen in den Sommerferien an, Sponsoren werden übrigens auch noch gesucht. Was da das Ziel des Franz Racing Teams ist? „Gewinnen, was sonst?!”, sagt Marcel.
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