Aachen - Soerser Weg: Ein Stück Radweg wird Parkplatz

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Soerser Weg: Ein Stück Radweg wird Parkplatz

Von: Werner Czempas
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Soerser Weg stand wieder einmal in der Bezirksvertretung Mitte an. Im Abschnitt Merowingerstraße und der Straße Am Tivoli herrscht hoher Parkdruck. Vor allem Falschparker in den Abendstunden piesacken die Anwohner.

Auch die Radfahrer ärgern sich über auf dem „ehemaligen Radweg” (Verwaltung) parkende und sie behindernde Autofahrer. Wobei es allerdings auch nicht völlig klar ist, wo Autofahrer denn nun parken dürfen und wo nicht.

Um dem Chaos abzuhelfen und „eine einheitliche Parksystematik zu erreichen”, soll in diesem Abschnitt des Soerser Wegs der ehemalige Bordsteinradweg „abschnittsweise” zum Parken freigegeben werden. 24 Parkplätze werden gewonnen. „Der noch verbleibende Radweg soll als anderer Radweg”, so verklausuliert es die Verwaltung etwas kryptisch, jeweils am Anfang und Ende mit einer Bodenmarkierung und einem Fahrradpiktogramm gekennzeichnet werden. Kosten: 2050 Euro.

Die Politiker waren zwar einverstanden, aber nicht sonderlich begeistert. Da müssten die Radfahrer wohl Slalom fahren, kritisierte Jörg H. Lindemann (CDU) das Konzept, und auch Helga Gaube (Grüne) muffelte, schön sei anders. Die Verwaltung ahnt das auch und schreibt in der Vorlage: „Mit diesem Vorschlag wird eine allerdings auch nur zum Teil zufriedenstellende Lösung angeboten. Grundsätzlich würde ein größerer Umfang den in der Soers geäußerten Anliegen eher entgegenkommen.” Warum gekleckert wird, erklärte Armin Langweg vom städtischen Verkehrsmanagement: „Wenn wir Geld hätten, könnten wir das eleganter machen.”

Sekundenschnell war das beschlossen: Der Sutroweg - das kleine Verbindungsstück vom Eck Hirschgraben/Driescher Gässchen rüber zum Bergdriesch - wird „dem öffentlichen Verkehr als Gemeindestraße” gewidmet, wobei der Gemeingebrauch auf die „Benutzung durch Fußgänger” beschränkt bleibt.

Haltestelle wird ausgebaut

Die Aseag-Haltestelle „Ponttor” Richtung Bastei (Linien 3 B und 13 B) wird Anfang 2012 ausgebaut. Im derzeitigen Zustand wirke sie sich „störend auf den (zweistreifigen) Linksabbieger von der Roermonder Straße” aus, so die Verwaltung. Die Fahrbahn wird verbreitert und dadurch auch die „Bushaltestellen-Wartefläche” angepasst, so dass an den Bussen ungehindert vorbeigefahren werden kann. Der Haltebereich in Fließbeton wird 20 Meter lang und drei Meter breit. Ob des historischen Umfelds wird in der Wartezone ein Naturstein-Mosaikpflaster gelegt. Spezielle Busbordsteine ermöglichen ein barrierefreies Ein- und Aussteigen. Auch ein Fahrgastunterstand wird aufgestellt.

Die SPD hatte beantragt, den Straßenschildern Mies-van-der-Rohe-Straße im Hochschulviertel einen erläuternden Text beizufügen. SPD-Bezirksvertreterin Lilli Philippen, Vorsitzende des Mies-van-der-Rohe-Vereins in Aachen, freute sich über die einhellige Zustimmung der Bezirkskollegen.

„Seit Jahren bemühe ich mich, diesen großen Aachener Architekten auch in unserer Stadt bekannter zu machen”, erklärte sie. Der Stadtrat hatte als besondere Ehrung im Jahr 1959 noch zu Lebzeiten des weltberühmten Architekten (1930 bis 1933 Direktor des Bauhauses in Dessau) die Eschenallee im Hochschulviertel nach ihm umbenannt. Die Straßenschilder werden künftig in einem Zusatz erläutern: „Ludwig Mies van der Rohe, am 27. März 1886 in Aachen geboren und am 17. August 1969 in Chicago verstorben, wegweisender Architekt und Designer der Moderne.”

Die Bezirksvertretung beschloss ferner die Verlegung des Wochenmarktes Elsassplatz auf den Vorplatz Bahnhof Aachen-Rothe Erde (wir berichteten). Ab April 2012 wird der Wochenmarkt dort mit zehn Marktbeschickern angeboten. Markttag ist mittwochs von 7 bis 13 Uhr. Kosten für die notwendige Einrichtung der Stromversorgung: 5000 Euro.
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