Aachen - SKB: Seit 40 Jahren gelebte Integration

CHIO-Header

SKB: Seit 40 Jahren gelebte Integration

Von: eli
Letzte Aktualisierung:
esskaabee_bu
Leo Kosten, Christina Durondeau, Pfarrerin Asta Brants und Elfriede Schumacher freuen sich über die Gratulation von Bürgermeister Björn Jansen (von links) zum 40. Geburtstag der SKB. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Seit 40 Jahren besteht die Selbsthilfe Körperbehinderter Aachen (SKB) schon. Zum runden Geburtstag konnte die Vorsitzende Elfriede Schumacher am Wochenende viele Gäste und Freunde begrüßen.

Unter anderem gratulierten Bürgermeister Björn Jansen, die Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Aachen-Süd Asta Brants und Gerwin Matysiak, Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter.

„Alle reden immer von Integration, aber wir in Forst leben das”, sagt Elfriede Schumacher stolz. „Wir brauchen keine speziellen Veranstaltungen für die behinderten Menschen, sie werden ganz normal an allen Dingen beteiligt.”

Die vollständige Integration in das Leben der Stadt und darüber hinaus zu erreichen, ist das Ziel, das die Gruppe seit vier Jahrzehnten erfolgreich verfolgt. „Probleme in der Stadt sind durch Barrierefreiheiten mittlerweile weitestgehend behoben”, ist Elfriede Schumacher zufrieden.

Sie selbst kam über ihren schwerbehinderten Ehemann zum Verein, der den Vorsitz 1991 nach dem Tod der Gruppengründerin Irene Jansen übernahm. 1998 verstarb Joseph Schumacher, seine Frau übernahm die Funktion. Die Gruppe organisiert verschiedene Veranstaltungen wie den großen Karnevalsnachmittag, das Frühlings- oder auch das Katschhoffest. Mindestens genauso wichtig sind aber die regelmäßigen Treffen der Selbsthilfegruppe. „Diskutieren, Erfahrungen austauschen, Probleme besprechen oder einfach nur klönen”, sagt Elfriede Schumacher, alles das sei wichtig.

Die Selbsthilfegruppe kann auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückschauen, doch der Blick in die Zukunft ist ein bisschen sorgenvoll. „Der Nachwuchs fehlt”, stellt die Vorsitzende bedrückt fest. 50 Mitglieder sind momentan im Verein, die Zahl ist in den letzten Jahren drastisch gesunken. Gerne würde man jüngere Betroffene oder Interessierte in den Verein aufnehmen. „Eine Behinderung ist dabei kein Kriterium”, betont Elfriede Schumacher. „Wir wollen uns gegenseitig unterstützen und weiterhin daran arbeiten, dass die Integration gut funktioniert.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert