Aachen - Siegerentwurf unterstreicht auch das „Brander Wir-Gefühl”

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Siegerentwurf unterstreicht auch das „Brander Wir-Gefühl”

Von: Peter Langohr
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Ehrgeizige Pläne für den „neuen” Markt in Brand: Sehr angetan vom Siegerentwurf des Büros Hermanns aus Niederkrüchten ist auch Bezirksamtsleiterin Marianne Krott. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. In Brand geht es mächtig zur Sache. Sieben Monate nach der Verabschiedung der Rahmenplanung in der Bezirksvertretung wurde nun im Brander Bezirksamt der Siegerentwurf des Planungswettbewerb zur Umgestaltung des Brander Marktplatzes vorgestellt.

Um die Teilnahme am Wettbewerb zur Realisierung dieses zentralen Vorhabens der Rahmenplanung hatten sich 45 Planungsbüros beworben, von denen schließlich sechs ausgewählt wurden. Nach einem ganztägigen Kolloquium Mitte Mai hatten die Wettbewerber bis Mitte Juli Zeit, ihre Entwürfe einzureichen.

Das Preisgericht mit Vertretern von Politik und Verwaltung sowie externen Fachleuten unter Vorsitz der Esslinger Landschaftsarchitektin Professor Brigitte Schmelzer hatte die Aufgabe, unter den eingereichten, sehr qualifizierten Beiträgen denjenigen zu finden, der den weiteren Planungen zur Ausgestaltung des Marktplatzes zugrunde gelegt werden soll. Die Jury machte sich die Arbeit nicht leicht, kam aber letztlich doch zu einer einstimmigen Entscheidung.

Als Sieger ging die Arbeit des Büros „Hermanns, Landschaftsarchitektur und Umweltplanung” aus Niederkrüchten hervor. In der Begründung heißt es: „Die Verfasser entwickeln in überzeugender Weise die geforderte unterschiedliche Freiraumstruktur.” Die Einbindung von Marktplatz, Eschenallee, der Grünflächen und dem Kirchenumfeld sei planerisch konsequent dargestellt.

Nach dem Entwurf des Architekten Andreas Hermanns wird der Marktplatz eine neue Kontur und eine neue Oberfläche erhalten. Die Parkanlage wird ihren Charakter beibehalten, während die Eschenallee künftig stärker in die umliegenden Bereiche geöffnet wird. Der Verbindung zwischen Hoch- und Marktstraße wird etwa in der Mitte unterbrochen, die betroffenen Anlieger können aber ihre Grundstücke über die befahrbare Platzfläche erreichen.

Stellplätze bleiben erhalten

Die Zahl der Stellplätze bleibt ebenso wie der Baumbestand im Wesentlichen erhalten. Auch die Anbindung des Marktplatzes an die Trierer Straße wird neu gestaltet: Der rechte Fahrstreifen und die Mittelinsel auf der Marktstraße fallen weg und machen Bäumen Platz. Die verkehrsberuhigte Fläche zwischen den Bäumen soll durch die dortige Gastronomie bewirtschaftet werden.

Bezirksamtsleiterin Marianne Krott lobte den Entwurf des jungen Büros: „Er ist eine gelungene Mischung aus alten und neuen Elementen. Der Marktplatz bleibt als zentraler Veranstaltungsort erhalten, gleichzeitig gibt es Ruhebereiche und Flächen für Spiel und Sport. Der Entwurf unterstreicht das Brander Wir-Gefühl, er bringt die Dinge auf den Punkt, so wie wir es uns in Brand wünschen”.

Zu den Hintergründen der Neuplanung erklärte Gertrude Helm, Abteilungsleiterin im Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen: „Der Marktplatz ist in die Jahre gekommen. Die Verknüpfung des Platzes mit seiner Umgebung muss wieder stärker ins Blickfeld rücken.” Insgesamt rechnet man in einer ersten Schätzung mit Kosten in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro, für die bei der Bezirksregierung Köln Fördermittel beantragt werden.

Auf das Büro Hermanns, das auch im übrigen auch den kostengünstigsten Entwurf ablieferte, wartet jetzt eine Menge Arbeit. Denn die Entwürfe müssen, sobald Bezirksvertretung und Planungsausschuss grünes Licht gegeben haben, in den nächsten Wochen detailliert ausgearbeitet werden.

Nach dem Förderbescheid durch die Bezirksregierung, der spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2010 erwartet wird, kann die Ausschreibung erfolgen. Dann könnte bereits Ende 2010 nach Beendigung der Bauarbeiten auf der Trierer Straße mit der Umgestaltung des Marktplatzes begonnen und die Arbeiten 2011 abgeschlossen werden.
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