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Siegel „Made in Aachen“: Industrie-Dialog zeichnet Unternehmen aus

Von: Martina Stöhr
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Um das Siegel „Made in Aachen“ zu bekommen, müssen die Unternehmen strenge Kriterien erfüllen. Zehn Firmen haben die neue Auszeichnung jetzt erstmals erhalten. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Industrie über Aachens Grenzen hinaus bekanntmachen: Das ist laut Dagmar Wirtz, Sprecherin des Aachener Industrie-Dialogs, das Ziel des neuen Siegels „Made in Aachen“. Zehn Unternehmen aus Aachen wurden jetzt damit im Weißen Saal des Rathauses ausgezeichnet.

„Unsere Unternehmen liegen uns am Herzen“, betonte Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt eingangs und verwies darauf, dass die Stimme der Industrie in Aachen ein nicht zu unterschätzendes Gewicht habe. Die Initiative für das neue Siegel sei aus der Industrie selbst gekommen, erläuterte Karl Spekl, Senior Director Lumileds Germany und Sprecher des Industrie-Dialogs, einem Zusammenschluss verschiedener Unternehmen. „Der Industrie-Dialog will die Industrie als wichtigen Wirtschaftsfaktor in den Fokus rücken und der Industrie eine Stimme geben“, sagte er.

Um das Siegel „Made in Aachen“ zu bekommen, müssen die Unternehmen verschiedene Kriterien erfüllen. Sie müssen am Standort Aachen produzieren, sie müssen ein qualifizierter Ausbildungsbetrieb sein, sie müssen regionale Kooperationen und Projekte haben, und sie müssen sich aktiv am Industrie-Dialog beteiligen. Laut Spekl haben sich die ersten Firmen recht schnell um das neue Siegel beworben. Und auch Ralf Bruns, Hauptgeschäftsführer der Vereinigten Unternehmerverbände (VUV) Aachen, war sehr zufrieden. „Das Ergebnis hat unsere Hoffnungen übertroffen“, sagte er. Und so hatten die ausgezeichneten Unternehmen allen Grund zum Feiern.

Doch bevor die Siegel „Made in Aachen“ offiziell übergeben wurden, warf Professor Tobias Meisen von der RWTH Aachen einen Blick in die Zukunft. Er führte vor, welche digitalen Neuerungen in Zukunft möglich sein könnten und wo die Digitalisierung bereits in den Unternehmen Einzug gehalten hat. Oder in unseren Alltag. „Amazon echo“ heißt demnach ein Apparat, der unseren Befehlen gehorcht, auf Wunsch Musik spielt und sich um den Nachschub im Kühlschrank kümmert. Der Nachteil: Amazon weiß nach einer Weile alles über unsere Gewohnheiten.

Meisen lieferte aber auch Beispiele von Digitalisierung, die seiner Meinung nach wirklich hilfreich sind. So gebe es in Aachen inzwischen schon verschiedene Telenotarztwagen. Der Clou dabei: Der Rettungsassistent kann sich am Einsatzort übers Internet mit einem Arzt verbinden lassen und mögliche Medikamenten-Verordnungen besprechen. Das System Telenotarzt könne Leben retten, so Meisen.

Um neue Wege zu gehen, bedarf es seiner Meinung nach einer Erfindung, einer Innovation und einer Firma, die die das Projekt finanziell unterstützt. Meisen folgte dem Apple-Mitbegründer Steve Jobs in dessen Einschätzung, dass das Internet der globale Marktplatz von Morgen ist. Und wirklich gut und interessant sei eine Erfindung dann, wenn sie dem Menschen mehr Zeit verschaffe, fügte er noch hinzu.

Sich mit der Digitalisierung der Unternehmen zu beschäftigen, ist laut Dieter Begaß, Fachbereich Wirtschaftsförderung und Europäische Angelegenheiten, auch ein zentrales Thema der Stadt und der Städteregion Aachen. Es sei vor allem notwendig, Anwenderunternehmen von digitalen Produkten und Dienstleistungen mit Anbietern wie Startups und dem IT-Mittelstand zu verknüpfen, sagte er und stellte das „Digital-Hub“, ein am Standort Aachen geplantes Digitalisierungszentrum, vor.

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