Aachen - Seltenes Glück: Losgelöst von der Erde

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Seltenes Glück: Losgelöst von der Erde

Von: Martina Stöhr
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Völlig schwerelos: Teresa Bis
Völlig schwerelos: Teresa Bister und Philipp Schaffner dürfen in Texas ein Astronautentraining absolvieren. Per Losverfahren wurden die Schülerin und der Schüler aus Aachen ausgewählt. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Ich denke, wir haben eine gute Wahl getroffen”, meint Andre Schievenbusch, Mitglied der Geschäftsführung des Instituts „access”, und ist überzeugt, dass die 17-jährige Teresa Bister und der 19-jährige Philipp Schaffner Deutschland in Amerika gut vertreten werden.

Die beiden haben das seltene Glück, in den USA ein Astronautentraining absolvieren zu dürfen. Noch haben sie nur vage Vorstellungen von dem, was sie im amerikanischen Space Camp erwarten wird, aber schon jetzt sind sie sich sicher, dass ihnen eine aufregende Zeit bevorsteht.

„Am meisten freue ich mich auf das Tauchtraining”, sagt Teresa Bister. Denn das Thema Schwerelosigkeit habe sie schon immer interessiert. Eines steht jedenfalls schon jetzt fest: Die beiden Aachener werden in den simulierten Raumfahrt-Crews als Piloten an den Start gehen. Und das ist der beste Posten, den man bei einer solchen Aktion bekommen kann, meint Andre Schievenbusch.

Losverfahren

Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat sein Institut für metallische Werkstoffe und Gießverfahren die Schüler ausgesucht, die vom 21. bis zum 29. Juli die große Reise antreten dürfen. Schüler möglichst früh an Technologie und Raumfahrt heranzuführen, ist die Absicht, die dahinter steht. Die Kandidaten sollten dabei aus einem Gymnasium mit Schwerpunkt auf den Mint-Fächern stammen. Noten spielten dabei keine Rolle. Aus den Vorschlägen der Lehrer von Couven- und Einhard-Gymnasium wurden die glücklichen Gewinner letztendlich per Losverfahren ausgewählt.

Für Philipp Schaffner kam die ganze Angelegenheit ziemlich überraschend. Er hat gerade sein Abitur gemacht und war im Urlaub, als eine Lehrerin ihn anrief und fragte, ob er Interesse hätte, ins Camp zu fahren. Und Teresa Bister musste ihre Pläne spontan ändern. Eine Woche Familienurlaub wird auf der Strecke bleiben.

Im Space Camp in Huntsville in Alabama wird sie stattdessen auf insgesamt 100 Jugendliche aus der ganzen Welt treffen. Unterteilt in 14 Crews werden sie für eine Mission im All trainieren, die dann zum Abschluss realitätsnah durchgespielt wird. Nur einen einzigen Tag haben die jugendlichen Besucher Zeit, Alabama zu erkunden. Den Rest der Woche verbringen sie im Space Camp. Aber da bleibt neben der Raumfahrt sicher auch noch jede Menge Raum für andere Themen.

So sollen die Schüler ihr Land bei einer Vorführung präsentieren. Philipp und Teresa denken an Grimms Märchen. „Die sind ja ziemlich bekannt”, meinen sie. Wie im Einzelnen sie ihre kleine Präsentation gestalten wollen, wissen sie noch nicht.

Ein bisschen aufgeregt sind die beiden schon. „Ich bin noch nie geflogen”, sagt Teresa. Jetzt muss sie gemeinsam mit Philipp sehen, wie sie zurechtkommt. „Beide waren noch nie in den Vereinigten Staaten”, freut sich Andre Schievenbusch. Die Reise werde für sie ein ganz besonderes Erlebnis sein.
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